Bedenken zur „Pille danach“ ohne Rezept


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Der Bundesrat hat den Weg für die rezeptfreie „Pille danach“ freigemacht. Ärtzeverbände warnen vor einer Verharmlosung des Problems durch die neue Regelung.


pro Medienmagazin

Der Bundesrat hat den Weg für die rezeptfreie „Pille danach“ freigemacht. In ihrer Sitzung am Freitag stimmte die Ländekammer einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zu – allerdings unter Auflagen. Die Länder fordern als begleitende Maßnahme ein Versandhandelsverbot. Das soll sicherstellen, dass die Notfallverhütung so bald wie möglich nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Die „Pille danach“ wird nun in Deutschland auch ohne Rezept vom Arzt erhältlich sein. Das war bislang nicht möglich.

Gegen die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ haben sich verschiedene Ärzteverbände ausgesprochen. Sie befüchten, dass Frauen ohne die Verordnung durch den Arzt nicht oder nicht mehr ausreichend beraten werden. Die Verbände haben ihre Bedenken am Dienstag in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) mitgeteilt. Eine gemeinsame Erklärung des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin besagt: „Eine fehlerhafte Beratung erhöht jedoch die Gefahr unerwünschter Schwangerschaften dramatisch.“

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