Das ist keine Prügelstrafe, sondern reine Folter


Brutal: Ein Gefängnis-Wärter des Changi-Gefängnisses in Singapur demonstriert, wie ein Häftling geschlagen wird. Bild: Reuters
Singapurs Stockhiebe für zwei heillos dumme Deutsche sind Ausdruck eines kranken „staatlichen Gewaltmonopols“. Die Schläge werden die Gesäße der Männer zerfetzen. Was für ein widerlicher Akt!


Von Eckhard Fuhr|DIE WELT

Diese Woche sind zwei junge Männer aus Leipzig in Singapur zu drei Stockhieben und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie widerrechtlich in Bahngelände eingedrungen waren und Waggons mit Graffiti verunstaltet hatten. Nun kann und muss man sich fragen, wie man so bekloppt sein kann, sich ausgerechnet in Singapur als Spraydosenkünstler beweisen zu wollen. Es handelt sich hier offenbar um einen schweren Fall spätpubertären Größenwahns. Vielleicht auch nur um heillose Dummheit.

Solche Jugenddemenz darf man getrost deprimierend finden. Mehr deprimieren mich allerdings die Reaktionen auf das Urteil, dieses doch erschreckend weit verbreitete Einverständnis mit der brutalen Körperstrafe. Da ist davon die Rede, dass es den beiden Leipzigern recht geschehe, wenn ihnen nun „der Hintern versohlt“ werde.

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1 Comment

  1. Die haben doch nicht mit dem Hintern gesprüht. Also, sollte es vielleicht besser etwas auf die Pfoten geben. Aber bitte nicht gar zu feste, die müssen ja schließlich, zurück in Deutschland, hier weiter sprühen können. 😉

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