Frauen im 21. Jahrhundert: Ins Patriarchat gebombt


Am 11. September 2001 waren in New York viele Polizistinnen und Feuerwehrfrauen im Einsatz. Als Helden gefeiert wurden ihre männlichen Kollegen. Foto: REUTERS
Das 21. Jahrhundert gehört nicht den Frauen. Letztlich steht einem „Megatrend Frau“ das gleiche System wie eh und je im Weg: das Patriarchat.


Von Katrin Gottschalk|Frankfurter Rundschau

Kaum hatte das neue Jahrhundert begonnen, verkündete das Zukunftsinstitut den „Megatrend Frau“, den „Female Shift“. Die Gründe erscheinen einleuchtend. Immer mehr Frauen weltweit haben Zugang zu Bildung, sind finanziell unabhängig, besetzen immer machtvollere Positionen. Vor 15 Jahren schien es noch, als sei Gleichberechtigung die einzige Antwort, die ein neues Jahrhundert auf die vielen feministischen Kämpfe des vorherigen haben könnte. Dann veränderte der 11. September 2001 die Welt.

Viel wird über sie geschrieben, die Frauen in diesen Zeiten des Terrors. Doch sind sie entweder schutzloses Opfer der Terroristen, wie die jesidischen Frauen, oder werden als attraktive Amazone stilisiert, wie die kurdischen Widerstandskämpferinnen im Norden Iraks. Für die vielen Wahrheiten dazwischen gibt es wenig Platz.

Kriegszeiten sind keine guten Zeiten für Frauen. Als Opfer von Vergewaltigungen sind sie schon lange integraler Bestandteil kriegerischer Auseinandersetzungen. Auf beiden Seiten.

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