Irak: IS-Miliz zerstört Jahrtausende alte Ruinen in Hatra


Gut erhaltener Tempel in Hatra. (Archivbild) / Bild: EPA
Am Samstag setzten Jihadisten nach Behördenangaben die Vernichtung altorientalischer Kulturstätten im Nordirak fort.


Die Presse

Die jihadistische Organisation „Islamischer Staat“ (IS) setzt hemmungslos die Vernichtung altorientalischer Kulturstätten im Nordirak fort. Während die IS-Kämpfer im Irak militärische Rückschläge hinnehmen mussten und bei Luftschlägen gegen die Terrormiliz in Syrien ein IS-Kommandant ums Leben kam, rückten die Extremisten in der nordostsyrischen Provinz Hasaka weiter vor.

Am Samstag zerstörten die IS-Anhänger nach Angaben des irakischen Ministeriums für Altertümer und Tourismus Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Hatra (Al-Hadra). „Das stellt einen Verlust dar, der nicht aufgewogen werden kann“, sagte Hamid al-Juburi, Leiter der Abteilung für Altertümer der Mossuler Universität, der Deutschen Presse-Agentur. Die Grabungsstätte gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Reste der mehr als 2000 Jahre alten Stadt im Norden des Landes seien geschliffen worden, teilte das Ministerium für weiter mit.

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