Raif Badawi: Menschenrechte sind gut fürs Geschäft


Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei seinem Besuch in Saudi-Arabien | © Bernd von Jutrczenka/dpa
Vizekanzler Gabriel wird in Riad den inhaftierten Blogger Badawi nicht freibekommen. Doch er macht den Saudis klar: Mehr Freiheit kann deutsche Investitionen erleichtern.


Von Bernd Ulrich|ZEIT ONLINE

Das saudische Königshaus ist verärgert, nein: „bestürzt“. Und zwar über deutsche Medien, die sich mit „provokativen Reports und Stellungnahmen“ zum Fall des inhaftierten und mit Stockschlägen malträtierten Blogger Raif Badawi in die „inneren Angelegenheiten“ einmischten. So stand es ganz offiziös in der Zeitung Arab News. Dazu muss man sagen: Schönen Dank, selten so gelobt worden!

Die Staatsgründer von Saudi-Arabien hatten das Glück, unter dem Wüstensand eine Menge Erdöl zu finden. Die Mischung aus diesem Reichtum, extremistischem Islam und militärischer Gewalt hat sich bis dato als ein Erfolgsrezept erwiesen, jedenfalls für die weitläufige königliche Familie und den Klerus.

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