Wegen Rassismusvorwurfs: Wegschauen bei muslimischen Tätern?


Hat die britische Polizei teilweise nicht ermittelt, weil sie sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen wollte? Foto: Arpingstone / Wikipedia
Die englischen Behörden sollen in den vergangenen Jahren oft nur zögerlich gegen die Zuhälterei minderjähriger Kinder ermittelt haben. Der Grund: Viele der Täter sind Muslime – die Polizei wollte nicht in den Verdacht des Rassismus geraten.


pro Medienmagazin

Kriminelle Gangs bringen systematisch Mädchen in ihre Gewalt, missbrauchen sie und zwingen sie zur Prostitution. Eine heikle Situation, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet: Die Mädchen sind minderjährig, weiß und leben oftmals in staatlicher Obhut. Die Täter: In der Regel Muslime mit Wurzeln in Afrika oder Pakistan. Die Ergebnisse einer eingesetzten Kommission zeigen, dass in den vergangenen 16 Jahren mindestens 370 Kinder sexuell missbraucht wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. In der nordenglischen Stadt Rotherham sollen pakistanische Gangs sogar 1.400 Mädchen zu sexuellen Diensten gezwungen haben.

Muslime nicht unter Generalverdacht stellen

Seit 2011 laufen die Ermittlungen in bestimmten britischen Regionen. Die lokalen Behörden, darunter Polizei und Jugendämter, ignorierten einige Hinweise oder schauten weg, berichtet Zeit Online. Einer der Gründe: Die Angst, mit dem Finger auf muslimische Einwanderer zu zeigen und deswegen als Rassist zu gelten. In Rotherham trat der gesamte Stadtrat wegen der schlechten Ermittlung der Missbrauchsfälle zurück.

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