Eine Fußball-WM und Hubers Christen-Arroganz


Foto: WDR/Oliver Ziebe
Eine Fußball-WM zur Adventszeit – dieses Szenario hat nicht nur den sportbegeisterten Teil Deutschlands aufgeschreckt. Der Gedanke, mit Glühwein statt mir Bier auf Tore anzustoßen, stößt vielen unbehaglich auf. Dass das allerdings nicht das eigentliche Problem des sportlichen Ereignisses 2022 in Katar ist, machte Altbischof Wolfgang Huber mit einem starken Auftritt bei „Hart aber fair“ deutlich.


Von Christiane Meister|evangelisch.de

Fußball-WM mit Adventskranz: Seit Ende Februar bekannt wurde, dass dieses Szenario 2022 mit der Weltmeisterschaft in Katar Realität werden könnte, sind Millionen Deutsche irritiert. Nach Empfehlung der Spielkalenderkommission der Fifa soll das sportliche Großereignis im November und Dezember stattfinden. Grund dafür ist das Klima im Emirat – im Sommer kann es bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich wärmer als 40 Grad Celsius werden.

Sollte der Vorschlag angenommen werden, sehen Verbände wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor allem organisatorische Probleme: Die Spielpläne der Bundesliga, des DFB-Pokals und nicht zuletzt der Champions League müssten umgestellt werden und wichtige Spieler mitten in der Saison in einem kräftezehrenden Turnier antreten. Die Argumente der Fans sind zum Teil simpler: „Ich habe keine Lust, mir beim Public Viewing den Hintern abzufrieren“, gesteht der Grünenpolitiker Jürgen Trittin in der Sendung „Hart aber fair“ am Montagabend. Und der ehemalige EKD-Ratspräsident Wolfgang Huber schließt sich der Kritik der Kirchen an: „Das Fifa-Gremium weiß offensichtlich nicht, wann Weihnachten ist.“

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