Protestanten Konzern mit 5,2 Mrd. Euro Steuereinnahmen


Bild: tilly
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Die Einnahmen der evangelischen Kirche aus der Kirchensteuer liegen erstmals über fünf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr habe das Kirchensteueraufkommen 5,2 Milliarden Euro betragen, sagte der Finanzchef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thomas Begrich. Ein Zuwachs von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


evangelisch.de

Für das Jahr 2014 rechneten Finanzexperten mit einem Höchststand bei den Kirchensteuereinnahmen. Gibt es für evangelische Kirche schon eine vollständige Übersicht für das vergangene Jahr? Wie fiel der Zuwachs aus?

Thomas Begrich: Gerade haben wir die Zahl aktuell vorliegen: 5,2 Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Verwaltungsgebühr, die der Staat als Dienstleistung erhält, rund 170 Millionen Euro, so dass wir etwas mehr als fünf Milliarden Euro behalten. Das ist ein Zuwachs von 4,8 Prozent.

Wie lässt es sich erklären, dass die Kirchen trotz hoher Austrittszahlen und demografisch bedingt sinkender Mitgliederzahl mehr Geld einnehmen? Was halten Sie Darstellungen entgegen, die Kirchen schwämmen im Geld?

Begrich: Das Wichtigste zuerst: Wir haben nahezu 23 Millionen Mitglieder, Menschen, die die Kirche tragen, mit ihrem Engagement, mit ihrem finanziellen Beitrag. Sie sind die Kirche. Und ihnen gebührt unser Dank. Wachsende Einnahmen aus Kirchensteuern beruhen darauf, dass es unserem Land wirtschaftlich gutgeht und damit auch vielen Menschen, eben auch den Kirchensteuerzahlern.

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