Staat und Religion: Schafft die Kirchensteuer ab


Bild: tilly
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Wer mehr Gerechtigkeit für alle Religionen will, braucht keine Religionssteuer. Es ist auch naiv zu glauben, Radikalität ließe sich verhindern, wenn der Staat Geld gibt.


Von Tanja Dückers|ZEIT ONLINE

Eine Religionssteuer soll die Kirchensteuer ersetzen. Nach diesem Vorschlag von Jochen Bittner würde jeder Steuerzahler ein Häkchen hinter diejenige Religionsgemeinschaft setzen, die er mit seinem Anteil bedenken möchte. Der Staat solle, wenn er schon die Kirchensteuer eintreibt, diesen Dienst nicht nur ausschließlich Protestanten und Katholiken anbieten. Von der staatlich unterstützten Spendenverteilung sollten alle Glaubensgemeinschaften profitieren können. Dies mag zwar politisch konsequenter erscheinen, zeitgemäßer ist es nicht.

Viele Ideen zielen eher auf eine Ausweitung der staatlichen Unterstützung für Glaubensgemeinschaften denn auf eine – überfällige – konsequente Trennung von Kirche und Staat in Deutschland. Spätestens seit dem Skandal um den Bischöflichen Stuhl in Limburg steht die Kirchensteuer aber auf dem Prüfstand.

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1 Comment

  1. Nein, die Kirchensteuer sollte für die Mitglieder schon bleiben. Sozusagen als Bestrafung für ihre naive Verbohrtheit. Radikal abzuschaffen ist, dass andere, von allen Steuerzahlern zu entrichtende Gelder, der unersättlichen Gier der Geistervertreter zum Opfer fallen.

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