Researchers nearly double the size of worker ants

Melanie Couture and Dominic Ouellette Florida carpenter ant workers run the gamut from dainty minors (far left) to hefty majors (far right).
Researchers have changed the size of a handful of Florida ants by chemically modifying their DNA, rather than by changing its encoded information. The work is the latest advance from a field known as epigenetics and may help explain how the insects—despite their high degree of genetic similarity—grow into the different varieties of workers needed in a colony.


By Mitch Leslie|Sciencemag.org

This discovery “takes the field leaps and bounds forward,” says entomologist Andrew Suarez of the University of Illinois, Urbana-Champaign, who wasn’t connected to the study. “It’s providing a better understanding of how genes interact with the environment to generate diversity.”

Ant nests have division of labor down pat. The queen spends her time pumping out eggs, and the workers, which are genetically similar sisters, perform all the other jobs necessary to keep the colony thriving, such as tending the young, gathering food, and excavating tunnels. Workers in many ant species specialize even further, forming so-called subcastes that look different and have different roles. In Florida carpenter ants (Camponotus floridanus), for example, workers tend to fall into two groups. Minor workers, which can be less than 6 mm long, rear the young and forage for food. Major workers, which can be almost twice as long, use their large jaws to protect the colony from predators.

read more

Das Henne-Ei-Problem: Evolutionsbiologisch, philosophisch und Bullshit

Noch Ei oder schon Küken? Bild. wikimedia.org/CC BY-SA 2.0/grendelkhan
Um eines gleich vorweg zu klären: Dass alle Hühner Eier legen können, stimmt schon einmal überhaupt nicht. Das können nur die weiblichen Tiere der Unterart „Gallus gallus domesticus“. Die nennen sich nun einmal korrekterweise „Henne“, denn auch ein Hahn ist ein Huhn. Weit weniger einfach ist die Antwort auf die uralte Frage, was denn nun zuerst da war – die Henne oder ihr Ei? Denn schließlich muss jedes Ei von einer Henne gelegt werden, die ihrerseits wieder irgendwann aus einem Ei geschlüpft ist.


Von Anke Velten|Weser Kurier

Das Online-Lexikon Wikipedia definiert als „Henne-Ei-Problem“ „eine vermeintlich nicht zu beantwortende Frage nach dem ursprünglichen Auslöser einer Kausalkette, deren Ereignisse wechselseitig Ursache und Wirkung darstellen.“ Den Kopf zerbrochen haben sich darüber schon die alten Griechen, und auch heute noch zeigt Google bei diesem Schlagwort mehr als 1,3 Millionen Treffer an. 

Vor zwei Jahren brüsteten sich Wissenschaftler englischer Universitäten damit, die endgültige Antwort auf die Frage gefunden zu haben. Mittels eines Supercomputers hatten sie in der Schale von Hühnereiern ein bestimmtes Protein entdeckt, das sonst nur in Eierstöcken der Hennen zu finden ist. Also musste ja logischerweise die Henne vor dem Ei da gewesen sein, folgerten die Forscher aus Warwick und Sheffield. Leider lieferten sie nicht die Antwort auf die Frage mit, woher denn nun die eierlegende Henne plötzlich auftauchte.

Die Lösung des „Henne-Ei“-Problems bleibt also nach wie vor alles andere als endgültig geklärt – und die Frage kann von ganz unterschiedlichen Seiten betrachtet werden. Falls Sie irgendwann einmal wieder gefragt werden: Für die Leserinnen und Leser des Weser Kurier opferten freundlicherweise drei ausgewiesene Experten die Zeit und lieferten den letzten Stand der Forschung. Lesen sie hier, was Philosophie, Evolutionswissenschaft und Theologie dazu zu sagen haben. Und nein, niemand hat gesagt, dass die Antworten so schlicht und kurz sein müssen wie die Frage.

weiterlesen

Deutsch-jüdische Beziehungen: „Tradierte Vorurteile und Rivalitäten seit Anbeginn des Christentums“

Der Historiker Michael Wolffsohn (imago/Müller-Stauffenberg)
Israel ist Schwerpunkt der diesjährigen Leipziger Buchmesse, und jeweils im März wird bundesweit die Woche der Brüderlichkeit veranstaltet. Wie aber steht es wirklich um das Verhältnis Deutschland-Israel? Die christlich-jüdischen Beziehungen seien geprägt von Kuscheltheologie und Phrasen, sagte der Münchner Historiker Michael Wolffsohn im DLF.


Michael Wolffsohn im Gespräch mit Andreas Main|Deutschlandfunk

Andreas Main: Heute beginnt in Leipzig die Buchmesse. Schwerpunkt ist Israel. Der Anlass: Vor 50 Jahren haben Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen. Ein viel beachtetes Buch zu diesem Thema hat schon im Vorfeld der Buchmesse einige Beachtung gefunden – und zwar eine kleine Studie von Dan Diner mit dem Titel „Rituelle Distanz“. Darin geht es auch viel um Religion, aber letztlich primär um das Verhältnis der Staaten Israel und Deutschland.

Wir wollen auf der Ebene der Religionen bleiben und mit Professor Michael Wolffsohn sprechen – über den Stand der jüdisch-christlichen Beziehungen. Denn parallel zu den Aussöhnungsbemühungen auf staatlicher Ebene gab es immer auch diese Ebene von Christen und Juden. Michael Wolffsohn ist Historiker und hat sich immer wieder auch mit dieser Frage beschäftigt, etwa in seinem Buch „Juden und Christen – ungleiche Geschwister. Die Geschichte zweier Rivalen.“ Mit ihm sind wir nun verbunden in München. Guten Morgen, Herr Wolffsohn.

Michael Wolffsohn: Guten Morgen, Herr Main.

Main: Wo sind die Parallelen und wo sind die Unterschiede, wenn Sie sich anschauen, wie sich die deutsch-israelische Beziehungen einerseits und die christlich-jüdischen Beziehungen andererseits entwickelt haben?

Wolffsohn: Also, die deutsch-israelischen Beziehungen sind sehr intensiv geworden, auf der Regierungsebene, vor allem auch auf der Ebene der israelischen Bevölkerung – und zwar im positiven Sinne. Ich möchte daran erinnern, dass im vergangenen Jahr rund 800.000 Israelis Deutschland besucht haben. Das sind – in absoluten Zahlen wohlgemerkt – weit mehr, als Deutsche Israel besucht haben; und das bei völlig unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen bekanntlich. Auch ein Indiz dafür sind die Umfragestimmen: Die israelische Bevölkerung ist Deutschland gegenüber viel freundlicher, wenn Sie so wollen: nachsichtiger, als umgekehrt, die Deutschen Israel gegenüber.

Damit sind wir bei der zweiten Seite. Die deutschen Regierungsparteien haben traditionell intensive, gute und enge Kontakte gepflegt. Gewiss, es gab hier und da mal Kräche. Aber auf der Ebene der breiten Bevölkerung sieht es seit Anfang der 80er-Jahre ganz schlecht aus. Das heißt konkret: Israel ist seit 1981 immer eine der drei in der deutschen Bevölkerung – damals westdeutschen, heute gesamtdeutschen Bevölkerung – unbeliebtesten Staaten weltweit.

weiterlesen

Hungrige Darwin-Finken gefährden Ökosystem

Kaktus-Grundfink (Geospiza scandens), Bild. wikimedia.org/PD
Die Vogelwelt der Galapagosinseln ist berühmt. Doch der große Appetit der Finken bedroht laut einer neuen Studie die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Archipels.


SpON

Die Vögel der Galapagosinseln fressen, was ihnen vor den Schnabel kommt: Vermutlich weil Insekten auf den Inseln knapp sind, naschen sie auch Pollen oder Nektar von Pflanzen. Doch das hat eine Schattenseite, wie ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Nature Communications“ berichtet: Die Vögel spielten nicht nur eine wichtige Rolle als Bestäuber, sondern trügen auch zur Gefährdung des einzigartigen Ökosystems der Inselwelt bei. Da sie recht wahllos heimische und fremde Pflanzenarten besuchen, erleichterten sie eingeschleppten Arten die Ausbreitung auf dem Archipel.

weiterlesen

Genetik: Herkunft afrikanischer Sklaven

Sklaven im Jahre 1895 vor ihrer Hütte auf einem Baumwollfeld. (Imago / UIG)
Der Sklavenhandel gilt als die größte Migration in der jüngeren Geschichte. Zwischen 1500 und 1850 wurden mehr als zwölf Millionen Afrikaner versklavt und nach Amerika geschifft. Woher sie stammten, war bislang nicht bekannt. Nun haben Forscher aus Kopenhagen neue Erkenntnisse aus genetischen Herkunftsanalysen im Fachblatt „PNAS“ vorgestellt.


Von Michael Stang|Deutschlandfunk

„Generell verhält sich DNA wie Eiscreme: wenn es kalt und trocken ist, erhält sie sich sehr gut, aber wenn es heiß und auch noch feucht ist eben nicht.“

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Hannes Schroeder vom Centre for GeoGenetics der Universität von Kopenhagen mit der genetischen Herkunftsanalyse von afrikanischen Sklaven. Dazu untersucht der deutsche Genetiker rund 400 Jahre alte Gebeine von Unfreien vor allem aus dem karibischen Raum. Jedoch stößt er immer wieder auf dasselbe Problem: Je älter die Proben – also Haare, Zähne oder Knochen – sind, desto weniger DNA ist noch enthalten. Diese Hürde der biomolekularen Archäologie muss er umgehen, um aus den alten Knochen noch analysierbares Erbgut zu gewinnen. Denn:

„Mit der DNA-Analyse haben wir eben eine Methode, mit der sich ziemlich genau die Herkunft von Menschen bestimmen lässt.“

Doch warum ausgerechnet die Genetik? Will man die Herkunft eines afrikanischen Sklaven herausfinden, reicht doch ein Blick in die alten Handelsaufzeichnungen oder Bordbücher. Dort ist festgehalten, dass die Menschen, die ab dem 16. Jahrhundert gefangen genommen und versklavt wurden, aus Elmina oder Cape Coast Castle stammen. Soweit so ungenau. Diese Orte waren aber nur die Anlegestellen der Sklavenschiffe in Westafrika. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass einer der Sklaven tatsächlich zuvor in Küstennähe gelebt hat.

weiterlesen

IS THE NEPTUNE HUB A WEARABLE COMPUTER?

seriouswonder.com
Wearable computers are the future. It is inevitable. In fact, it has already begun. Canadian inventor Simon Tian just released information about his smart device concept called the NEPTUNE HUB. I’m obsessed with the design.


By Gray Scott|Serious Wonder

Unlike the nostalgic Apple Watch with its rotating digital crown (and, yes, I will be getting one), the NEPTUNE HUB takes us into the future. THIS is innovation.

The NEPTUNE HUB is made of two smart devices. A smart wristwatch and a pocket screen. What makes this design so innovative (besides the awesome design) is that the watch is the main component and the pocket screen is the sidekick.

read more

Stalinistischer Personenkult: Frauenzeitschrift ‚Mein Papst‘

FOTO: Panini Verlag
FOTO: Panini Verlag
Die erste Illustrierte, die sich ganz Papst Franziskus widmet, erscheint am 18. März erstmals in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren


kath.net

Volksnah, menschlich, seriös: So präsentiert Panini vom 18. März an Papst Franziskus in der Illustrierten „Mein Papst“. Der Stuttgarter Verlag publiziert damit die erste Zeitschrift in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich ganz dem Heiligen Vater widmet. Auf 72 Seiten werden monatlich die wichtigsten Momente und Botschaften des beliebten katholischen Kirchenoberhaupts mit den Lesern geteilt. Mit einer Druckauflage von 250.000 Exemplaren will Panini als Kernzielgruppe Frauen ab 40 ansprechen, die ein großes Interesse am Pontifex und dem Vatikan haben. Der neue Titel (Copypreis D 1,80 Euro) wird entsprechend zielgruppenspezifisch distribuiert: in Ballungsgebieten und überwiegend katholischen Regionen. Im Zeitschriftenregal wird „Mein Papst“ neben aktuellen Frauenzeitschriften platziert.

weiterlesen

Julia Klöckner: „Burka hat nichts mit kultureller Vielfalt zu tun“

Weinkönigin, Religionslehrerin, Journalistin – Julia Klöckner hat viel erlebt, bevor sie von 2002 bis 2011 für die CDU im Bundestg saß. Heute ist sie Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz Foto: Stefan Thomas Kroeger
Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner bekräftigt im pro-Gespräch ihre Kritik an der Vollverschleierung von Frauen – und stellt sich der Frage, ob sie wirklich nicht Bundeskanzlerin werden will.


pro Medienmagazin

pro: Zuletzt waren Sie mit der Forderung eines Burka-Verbots in den Schlagzeilen. Kaum eine Frau in Deutschland trägt Burka – war es nötig, das Thema aufzugreifen?

Julia Klöckner: Es geht nicht nur um die Burka, sondern auch um die in Deutschland häufiger zu sehende Niqab, es geht um die Vollverschleierung von Frauen. Es hat nichts mit einer offenen, freien Gesellschaft zu tun, wenn sich Frauen aufgrund ihres Geschlechts verhüllen müssen, weil einige fundamentalistische Männer das wollen. Und das nur aus dem Grund, weil sie als Frauen geboren wurden. Das hat nichts mit Gleichberechtigung, auch nichts mit kultureller Vielfalt zu tun, denn die Männer verhüllen sich ja auch nicht. Wenn aber ein Mann den Anblick einer Frau in der Öffentlichkeit nicht ertragen kann, dann ist das nicht das Problem der Frau, sondern des betreffenden Mannes. In Frankreich und in Spanien ist die Vollverschleierung verboten. Und es hat nichts mit der Quantität der Trägerinnen zu tun, wie viele es von ihnen in unserem Land gibt, sondern mit der Qualität des Frauenbildes. Wer für Frauenquote, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen kämpft, der kann Vollverschleierung nicht gut finden. Im Übrigen will die Umwelt auch umgekehrt jemandem ins Gesicht schauen können, Gestik und Mimik sind wichtig.

weiterlesen

SPD-Politiker fordert Religionssteuer für Muslime

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
In der aktuellen Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland hat der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, eine Art Kirchensteuer für Muslime gefordert.


evangelisch.de

„Wir brauchen für die deutschen Muslime im Grunde genommen eine eigene Finanzierung“, sagte Saleh dem ARD-Magazin „FAKT„. „Daher muss man darüber nachdenken, ob man ähnlich wie die Kirchensteuer eine Art Religionssteuer einführt, damit die hier lebenden Moslems selber ihre Gemeinden mitfinanzieren.“ Dadurch bekämen die deutschen Muslime eine größere Unabhängigkeit.

Verquickung von Politik und Religion – ein historisches Phänomen

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Wie hältst du’s mit der Religion? fragt Gretchen Faust. Die Antwort lautete am besten: So tolerant wie kritisch. Wer es glauben möchte, mag es tun und darüber selig werden. Ein Problem ist dabei die Überzeugung, es mit absoluter göttlicher Wahrheit zu tun zu haben, wo es sich doch offensichtlich um das Werk sterblicher fehlbarer Menschen handelt. Diese schrieben es zu einer bestimmten Zeit unter bestimmten Umständen, politischen wie gesellschaftlichen Verhältnissen, nieder.


Von Harald Schauff|NRhZ

Aus diesem Kontext werden die Schriften in den Zeiten danach gerissen und sollen doch zeitlos Gültigkeit haben. Man stößt auf die Frage der Auslegung: Wie sind sie zu verstehen? Es gibt Gezänk um das Verständnis der ‘reinen Lehre’. Darüber entstehen Abspaltungen, Abzweigungen, verschiedene Richtungen.
Das Glaubenswerk selbst ist vielschichtig, heterogen. Es kann so oder so ausgelegt werden. Hieraus ergibt sich die Gefahr der Instrumentalisierung und der Ideologisierung bis hin zum Fanatismus. Ein gravierender Denkfehler ist die Annahme, man könne Religion ohne weiteres von Macht und Politik trennen. Der Indologe Uwe Hartmann bemerkt, wenn wir uns eine Religion anschauten, dann sähen wir die reine Lehre. Bei fremden Religionen würden wir unterschätzen, dass wie bei uns jede Menge Macht und Politik dahinter stünden und dass jede Religion involviert sei in ein Umfeld. Hartmann erläutert dies am Beispiel des Buddhismus, der als die friedfertigste Religion überhaupt gilt (Siehe Artikel ‘Buddha brutal’ von Thomas Klatt, Neues Deutschland v. 27./28. Dez. 2014).

Wir wüssten nicht, was Buddha gelehrt habe, so Hartmann, weil zwischen seinem Leben und den ersten uns zugänglichen Aufzeichnungen Hunderte Jahre liegen. Sicher ist: Die erste Form der Überlieferung richtet sich eindeutig gegen Gewalt und vertritt diese Position stärker als das Christentum. Das Gebot ‘Du sollst nicht töten’ gilt im Buddhismus auch für Tiere. Ausdrücklich wird aufgefordert, Berufe zu meiden, die anderen Lebewesen Leid zufügen wie z.B. Jäger, Fischer oder Soldat. So weit der ‘radikalpazifistische Anspruch.’ Die ‘buddhistische Realpolitik’(Hartmann) wich allerdings um Längen davon ab. So suchten während des Zweiten Weltkrieges in Japan buddhistische Mönche Kasernen auf, um dort Zen-Meditationen abzuhalten. Diese sollten Offiziere für den Krieg stählen.

weiterlesen

Rudolf Steiner: Die Freiheit des Erkenntniswegs

Rudolf Steiner (Bild: public domain)
Rudolf Steiner (Bild: public domain)
Das Werk Rudolf Steiners umfasst neben philosophisch argumentierenden Texten (etwa zu Goethe, Nietzsche, Fichte) sowie Büchern und Vorträgen, in denen der Anthroposoph seine übersinnlichen Erfahrungen beschreibt (etwa «Die Geheimwissenschaft im Umriss»), auch verschiedene methodische Lehrschriften.


Von David Marc Hoffmann|Neue Zürcher Zeitung

In diesen beschreibt Steiner aus der Position eines spirituellen Lehrers und Eingeweihten Schulungswege für die seelisch-geistige Entwicklung des Menschen. Sein Lehransatz zum «Pfad der Erkenntnis» zieht sich durch viele Werke, Vorträge und individuelle Meditationsanweisungen wie ein roter Faden – bis hin zu den «Anthroposophischen Leitsätzen» von 1924/25. Darin definierte Steiner an seinem Lebensende die Anthroposophie nicht als systematisches Ideengebäude, sondern ausdrücklich als einen «Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte».

Arbeiten und umarbeiten

Rudolf Steiner hat dem Erkenntnis- oder Schulungsweg zwei zentrale Werke gewidmet: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» (1904/05) und als dessen Fortsetzung «Die Stufen der höheren Erkenntnis» (1905/08). Zuerst sind diese Texte als Aufsatzfolge in Steiners Zeitschrift «Lucifer – Gnosis» erschienen, danach als Sonderdrucke der Zeitschriftenbeiträge und schliesslich als selbständige Buchausgaben. Das umfangreichere Werk «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» erlebte bis zu Steiners Tod insgesamt elf Auflagen, die der Autor kontinuierlich überarbeitete und erweiterte.

weiterlesen

Dodo Nina Hagen: Vom Drogen- in den Gottesrausch

Nina Hagen, Bild: wdr.de
Nina Hagen, Bild: wdr.de
Rocksängerin Nina Hagen wird 60 – Auch nach ihrer Bekehrung sorgte Hagen immer wieder für heftige Irritationen – Nach zwei eigenen Abtreibungen vertritt sie weiterhin: Frauen sollen selbst entscheiden, ob sie ein Kind austragen oder nicht


kath.net

Eine der ungewöhnlichsten Rocksängerinnen Deutschlands feiert am 11. März ihren 60. Geburtstag: Nina Hagen. Die gebürtige Ostberlinerin zog 1976 mit ihrer Familie in die Bundesrepublik, wo sie ein Jahr später die „Nina Hagen Band“ gründete, mit der sie durch die ganze Welt tourte. In ihrer 2011 erschienen Autobiografie „Bekenntnisse“ beschreibt sie ihre Hinwendung von der Drogensucht zum christlichen Glauben. 1979 habe Gott den Bannfluch der Drogen über ihrem Leben zerbrochen. „Ich würde heute nicht mehr leben, hätte ich nicht zu Gott geschrien und hätte er mich nicht gehört und besucht, geheilt und gerettet.“ Weiter schreibt sie: „Gott hat mir das Gesicht seines Sohnes gezeigt, als ich LSD genommen hatte.“

weiterlesen

Schleswig-Holstein: FDP gegen Gottesbezug in der Verfassung

Landtag Schleswig-Holstein. Bild: wikimedia.org/PD
Die Aussage der CDU Kreisvorsitzenden Anette Röttger zum Gottesbezug in der Verfassung teilt die FDP-Fraktion Lübeck nicht. Die Verfassung eines Landes sollte sowohl politisch als auch religiös neutral bleiben, sagt FDP-Fraktionschef Thomas Rathcke.


HL-live.de

Wir veröffentlichen die weitere Mitteilung von Thomas Rathcke im Wortlaut:

(„)Im Idealfall gibt es eine vollständige Trennung von Religion und Staat. Das es in der Realität anders praktiziert und auch bewusst so gewollt ist, schmälert die Grundsatzaussage nicht. Kirchliche Verbände und Einrichtungen leisten hervorragende Arbeit in vielen sozialen Bereichen. Vieles würde ohne das Wirken dieser nicht funktionieren. Das ist gut und richtig so und liegt im christlichen Selbstverständnis begründet. Andersherum mischen diese Einrichtungen auch immer öfter politisch mit. Was in der Vergangenheit der Normalfall war, sollte heute die Ausnahme sein!

Ohne Werte ist eine Gesellschaft wertlos!

weiterlesen

Eisige Kälte rettet Leben

Bild. heise.de
Es klingt wie Science-Fiction: Mediziner wollen das Blut von Schwerverletzten gegen eine Kältelösung tauschen, um ihre Überlebenschancen zu steigern. Bei Tieren funktioniert es bereits.


Von Joseph Scheppach|Technology Review

Holpernd setzt der Herzschlag ein. Dann ertönt ein wohliges Grunzen in der Tierversuchsanstalt des University of Pittsburgh Medical Centers (UPMC). Das Schwein richtet sich auf. „Dieses Tier war über eine Stunde tot. Doch wir haben es wohlbehalten ins Leben zurückgeholt“, erklärt Mediziner Peter Rhee von der University of Arizona in Tucson, der mit den Forschern aus Pittsburgh kooperierte. Dutzende Schweine, Hunde, Ratten und Mäuse wurden in den vergangenen Jahren in US-Labors in einen künstlichen Scheintod versetzt und nach mehreren Stunden erfolgreich wiederbelebt.

Was makaber klingt, hat einen ernsten Hintergrund und soll die Notfallmedizin revolutionieren. Forscher wie Rhee wollen die in Tierversuchen erprobte Technik auch am Menschen einsetzen – und damit etwas wagen, wovon bislang nur Science-Fiction-Autoren geträumt haben.

weiterlesen

Wie das BKA das Internet säubern will

Europol. Bild: heise.de
Das bei der EU-Polizeiagentur Europol angesiedelte Projekt „Check the Web“ soll erneut ausgebaut werden. Dies geht aus einem Ratsdokument hervor, das die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch diese Woche online gestellt hat. Demnach wird die Einheit zukünftig als zuständige „Hinweisstelle“ für die Internetbeobachtung und die Speicherung unliebsamer Inhalte geführt. Europol soll aber auch mit Google & Co. kooperieren, um Inhalte schneller entfernen zu können.


Von Matthias Monroy|TELEPOLIS

Das 2007 vom Bundeskriminalamt (BKA) initiierte Europol-Projekt „Check the Web“ war bereits zwei Jahre später in eine Arbeitsdatei für Analysezwecke überführt worden. Dort speichert Europol umfangreiche Informationen zu Personen, Sachen und Vorgängen.

Im Rahmen von „Check the Web“ wird das Internet durchsucht und auffällige Postings auch gespeichert. Gesammelt werden Informationen von „Webseiten und Verlautbarungen von Organisationen/Personen aus dem Phänomenbereich des Islamistischen Terrorismus“ („Die Extremisten übertönen“).

weiterlesen

CDU nähert sich Pegida an

Am Montag versammelten sich wieder mehr Pegida-Anhänger auf dem Altmarkt in Dresden. Foto: dpa
Obwohl die mediale Aufmerksamkeit der Pegida-Demonstrationen abgeflacht ist, versammeln sich wieder mehr Demonstranten in Dresden auf der Straße. Die CDU intensiviert den Kontakt zur Gruppe – die Kritik der Opposition folgt prompt.


Von Holger Schmale|Berliner Zeitung

Die große öffentliche Aufmerksamkeit haben die Dresdener Pegida-Demonstranten verloren, den Zuspruch aus der Bevölkerung und einem Teil der Politik aber nicht. Am Montagabend kamen mit etwa 6500 wieder mehr Teilnehmer als eine Woche zuvor. Und obwohl sich die Parolen und die Stimmung auf diesen Kundgebungen radikalisiert haben, entwickeln sich die Kontakte der Organisatoren in die CDU nun schon bis auf die Bundesebene. Für den 26. März ist in Berlin ein Treffen von Abgesandten einer Pegida-Gruppe mit Staatssekretär Friedrich Kitschelt aus dem Entwicklungshilfeministerium geplant. Treffpunkt soll das Bundestagsbüro des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion Arnold Vaatz aus Sachsen sein. Mittlerweile hat es auch mehrere Unterredungen von Pegida-Aktivisten mit Landtagsabgeordneten der CDU sowie mit dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig gegeben. Der habe dabei seinen früher erhobenen Vorwurf, bei den Pegida-Leuten handele es sich um Rattenfänger, zurückgenommen, berichtete Reiko Beil von Pegida.

weiterlesen

Fukushima – vier Jahre danach

Blick auf Fukushima Daiichi, im Vordergrund eine aus Spundwänden errichtete Barriere im Meer. © TEPCO
Fukushima und kein Ende: Vier Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi halten die Probleme an der strahlenden Ruine weiter an. Trotz intensiver Arbeiten hat es die Betreiberfirma Tepco nicht geschafft, Undichtigkeiten, Lecks und die ständige Verseuchung des Grundwassers in den Griff zu bekommen. Und auch, wie es im Inneren der Reaktorblöcke 1 bis 3 genau aussieht, bleibt weiter unklar.


scinexx

Als am 11. März 2011 ein schweres Erdbeben die Küste Japans erschütterte und anschließend ein Tsunami die Küsten im Nordosten des Landes überschwemmte, traf es auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Das Kühlsystem fiel aus, drei der Reaktorblöcke überhitzten und eine Kernschmelze begann. Durch Wasserstoffexplosionen wurden radioaktive Gase und Stäube freigesetzt, die inzwischen selbst an Kanadas Pazifikküste angekommen sind. Menschliches Versagen verschärfte die Situation.

Seither kämpft der Kraftwerksbetreiber Tepco mit den Folgen der Katastrophe. Allein im letzten Jahr waren hier bis zu 11.000 Arbeiter monatlich damit beschäftigt, aufzuräumen und zu dekontaminieren. Auch wenn das Atomunglück bereits vier Jahre her ist, sind viele der Probleme und Folgen noch lange nicht im Griff. Fakt ist: Noch immer setzt die Ruine des Kraftwerks Radioaktivität frei – sowohl in Grundwasser und Böden, als auch in die Luft.

weiterlesen

Aufschrei der Gottesknechte: EU-Parlament für Menschenrecht auf Abtreibung

EuropaAbtreibungsgegner: Mehr Kräfte für den Schutz des Lebens mobilisieren – Christdemokraten für das Leben (CDL): Das Europaparlament hat die absichtliche und bewusste Tötung eines anderen Menschen zu einem „Menschenrecht“ erklärt


kath.net

Ein schwerer Schlag gegen das Lebensrecht ungeborener Kinder: Das Europäische Parlament hat sich in einer Entschließung für ein Menschenrecht auf Abtreibung ausgesprochen. Für den sogenannten Tarabella-Bericht – benannt nach dem belgischen Sozialisten Marc Tarabella (Anthisnes bei Lüttich) – stimmten am 10. März 441 Abgeordnete; 205 votierten dagegen und 52 enthielten sich der Stimme. Darin fordert das Parlament unter anderem das Recht der Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich Abtreibung und Empfängnisverhütung.

weiterlesen

Todesstrafe: Utah will Exekution durch Erschießen wieder einführen

Bild: faz.net
In den USA geht das Gift für Hinrichtungsspritzen aus. Der Senat des US-Bundesstaats Utah hat deshalb entschieden, Erschießungskommandos wieder einzuführen. Nun muss nur noch der Gouverneur zustimmen.


SpON

Der Senat des US-Bundesstaates Utah hat entschieden, die Todesstrafe durch Erschießen wiedereinzuführen. Sollte kein Gift verfügbar sein, sollen zum Tode Verurteilte durch ein Erschießungskommando exekutiert werden, heißt es in einem Gesetzentwurf. Gary Herbert, der republikanische Gouverneur des Staates, muss diesem noch zustimmen. Sein Sprecher sagte, er wisse noch nicht, ob er das Gesetz verabschieden werde.

weiterlesen

Chuck Noriss: Bibel-Fundi, Kreationist und Reaktionär

Chuck Norris 1986 am Set des Films „Delta Force” Foto: Yoni S.Hamenahem, Wikipedia | CC BY-SA 3.0
Als Action-Star („Walker, Texas Ranger“) wurde er bekannt: Der US-Schauspieler Chuck Norris. Am Dienstag ist der engagierte Christ 75 Jahre alt geworden.


pro Medienmagazin

„Chuck Norris hat nicht Geburtstag. Er war schon immer da.“ Mit diesem und ähnlichen Sprüchen feiern die Medien den „härtesten Senior der Welt“ (Süddeutsche Zeitung). Norris, geboren am 10. März 1940 im US-Bundesstaat Oklahoma, ist in den vergangenen Jahren vor allem über im Internet kursierende Sprüche zu seiner angeblich übermenschlichen Stärke im Gespräch geblieben. „Wenn Chuck Norris schwimmen geht, wird er nicht nass“, heißt es da. „Das Wasser wird Chuck Norris.“

Internationale Berühmtheit erlangte der gläubige Christ ab 1972 durch Filme wie „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ mit Bruce Lee und die TV-Serie „Walker, Texas Ranger“. Darin spielt Norris einen knallharten Gesetzeshüter.

weiterlesen