CDU nähert sich Pegida an


Am Montag versammelten sich wieder mehr Pegida-Anhänger auf dem Altmarkt in Dresden. Foto: dpa
Obwohl die mediale Aufmerksamkeit der Pegida-Demonstrationen abgeflacht ist, versammeln sich wieder mehr Demonstranten in Dresden auf der Straße. Die CDU intensiviert den Kontakt zur Gruppe – die Kritik der Opposition folgt prompt.


Von Holger Schmale|Berliner Zeitung

Die große öffentliche Aufmerksamkeit haben die Dresdener Pegida-Demonstranten verloren, den Zuspruch aus der Bevölkerung und einem Teil der Politik aber nicht. Am Montagabend kamen mit etwa 6500 wieder mehr Teilnehmer als eine Woche zuvor. Und obwohl sich die Parolen und die Stimmung auf diesen Kundgebungen radikalisiert haben, entwickeln sich die Kontakte der Organisatoren in die CDU nun schon bis auf die Bundesebene. Für den 26. März ist in Berlin ein Treffen von Abgesandten einer Pegida-Gruppe mit Staatssekretär Friedrich Kitschelt aus dem Entwicklungshilfeministerium geplant. Treffpunkt soll das Bundestagsbüro des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion Arnold Vaatz aus Sachsen sein. Mittlerweile hat es auch mehrere Unterredungen von Pegida-Aktivisten mit Landtagsabgeordneten der CDU sowie mit dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig gegeben. Der habe dabei seinen früher erhobenen Vorwurf, bei den Pegida-Leuten handele es sich um Rattenfänger, zurückgenommen, berichtete Reiko Beil von Pegida.

weiterlesen