Lars Vilks: „Ich kann nie mehr zurück in mein Haus“

Image by Lars Vilks published in Nerikes Allehanda along with the editorial. Bild: wikimedia.org/ fair use under United States copyright law
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Im Februar 2015 wurde der schwedische Zeichner Lars Vilks während einer Veranstaltung über Meinungsfreiheit in Kopenhagen Ziel eines islamistischen Terroranschlags. Vilks blieb unverletzt, muss aber seitdem im Untergrund leben, geschützt vom schwedischen Sicherheitsdienst. Ein Gespräch über die Freiheit der Kunst, Kritik am Islam und Multikulturalismus


Von Ulrich Schacht|Cicero

Herr Vilks, am 14. Februar 2015 sind Sie letztlich wegen dreier Mohammed-Karikaturen zum Ziel eines islamistisch motivierten Attentates geworden. Vor einigen Jahren war es in Schweden große Mode, sogenannte „Rondell-Hunde“ aufzustellen, also Hundeskulpturen auf Kreisverkehrinseln. Sie steuerten Zeichnungen für eine Ausstellung bei, die Rondellhunde mit dem Kopf des Propheten Mohammed zeigten. Konnten Sie sich damals vorstellen, zu was das alles einmal führen würde?
Der Anfang war, dass ich vor einigen Jahren Zeichnungen für eine lokale Kunstausstellung in Schweden gemacht habe, in der es um das Thema „Hunde“ ging. Reaktionen darauf habe ich nicht unbedingt erwartet. Aber dann gab es eine überraschende Entwicklung: Galerien werden ja nur von einer begrenzten Zahl von Menschen besucht, das war nicht das Problem. Nicht einmal, als „Dagens Nyheter“ und andere große Blätter meine Rondell-Hunde mit dem Kopf Mohammeds publizierten. Erst als eine Regionalzeitung das tat, gab es muslimische Proteste im Land. Die Sache wurde allgemein bekannt, auch in der islamischen Welt. Das war der Wendepunkt.

Diese Entwicklung ist dramatisch, weil auf Sie schon vor Kopenhagen Angriffe verübt wurden. Sind auch die Konsequenzen Teil eines Dramas?
Das kann man so sagen, wenn man es studiert: Szene für Szene. Meine Leibwächter haben einen starken Einsatz gezeigt, damit es für mich nicht zum Äußersten kommt. Zugleich muss man betonen, dass es zum Glück ziemlich unwahrscheinlich war, dass es dem Terroristen hätte gelingen können, sämtliche Polizisten im Eingang zu töten. Sie waren alle bewaffnet. Wäre der Attentäter näher gekommen, wäre er vielleicht schon vor dem Café erschossen worden, nicht erst am nächsten Tag.

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Bonn: Katholikenkomitee warnt vor „unerreichbarem“ Ideal von Ehe

zdk

Zentralkomitee der deutschen Katholiken: Nicht- und voreheliche Partnerschaften, zivile Zweitehen nach Scheidung, Ein-Eltern-Familien und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften „in vielem erkennbar am christlichen Familienmodell orientiert“


kathweb

Vor der in sieben Monaten beginnenden römischen Weltbischofssynode zum Thema Familie fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) von der Kirche eine realistischere Sicht auf Ehe und Familie. Die Kirche müsse aufpassen, dass die Ehe nicht „zum überfordernden und unerreichbaren Ideal“ werde, erklärte das oberste katholische Laiengremium in Deutschland am Dienstag in Bonn.

Zugleich heißt es, auch nicht- und voreheliche Partnerschaften, zivile Zweitehen nach einer Scheidung, Ein-Eltern-Familien und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften seien in vielem erkennbar am christlichen Familienmodell orientiert und sollten darin anerkannt und in der Seelsorge der Kirche begleitet werden. Gleichwohl bekannte sich das ZdK ausdrücklich zur Ehe als Modell für eine lebenslange Bindung und ein gelingendes Leben mit Gottes Hilfe.

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Grünen-Politiker Volker Beck ist für Kirchensteuer

Die Grünen Logo

Beck bei «Essener Gesprächen»: Zwar könne man fragen, ob Kirchen über Staat Kirchensteuer eintreiben müssen, «aber was schadet es uns?» – Ruhrbischof Overbeck machte sich die Aussage «Der Islam gehört zu Deutschland» nicht zu eigen.


kath.net

Der Grünen-Politiker Volker Beck  sieht keinen Grund dafür, das System der Kirchensteuer abzuschaffen. Sicher könne man fragen, ob die Kirchen über den Staat die Abgabe der Kirchenmitglieder eintreiben müssen, sagte er am Sonntagabend in Essen. «Aber was schadet es uns?» Beck wies darauf hin, dass der Kirchensteuereinzug durch die Finanzämter von den Kirchen bezahlt werde. Der Staat erhält für diesen Dienst etwa drei Prozent des Kirchensteuereinkommens.

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„Wir treten nicht als Anwalt des Islams auf“ – wäre ja auch peinlich

Heinrich Bedford-Strohm nervt es, wenn seiner Kirche SPD-nähe unterstellt wird: „Ernst nehmen, dass Christen sich wegen ihres Glaubens engagieren“ Foto: pro/Lutz
Seit fünf Monaten ist Heinrich Bedford-Strohm Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Vor allem die Frommen taten sich mit seinem Vorgänger Nikolaus Schneider schwer. Bedford-Strohm will nun neue Brücken bauen: zu den Evangelikalen – aber auch zum Islam.


pro Medienmagazin

pro: Herr Bedford-Strohm, zwei Tage nach den Anschlägen von Paris haben Sie mit einem Mufti und einem Imam in einer Moschee in Singapur Tee getrunken. Wie war das?

Heinrich Bedford-Strohm: Es herrschte absolute Klarheit in der Verurteilung von Gewalt. Ich habe betont, dass wir dem Morden, bei dem Gottes Name missbräuchlich im Mund geführt wurde, eine wechselseitig wertschätzende Begegnung der Religionen entgegensetzen müssen. In diesem Punkt haben alle Anwesenden übereingestimmt. Wir waren uns auch einig darüber, dass wir auch Menschen, die ihre Religion entsetzlich verkehren, nicht abschreiben dürfen. Wir müssen versuchen, sie von ihrem Irrweg abzubringen und für die Gesellschaft zurückzugewinnen.

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Angry pastor warns Katy Perry’s devil sex music is preparing teens for the Antichrist

Katy Perry (Shutterstock)
A Tennessee pastor read sexually suggestive lyrics during a sermon Sunday about pop singers he believes have sold their souls to Satan.


By Travis Gettys|Raw Story

“I don’t listen to Katy Perry, I don’t listen to Madonna, I don’t listen to Lady Gaga, I don’t listen to Beyoncé – I don’t listen to any of them,” said Pastor Charles Lawson, of Temple Baptist Church in Knoxville. “I got better things to do.”

Lawson read the lyrics to Perry’s hit song, “E.T. (Futurist Lover),” which he claims is about “having a physical relationship with the devil.”

“’Take me, take me, wanna be a victim,’” the pastor intoned. “’Ready for abduction, boy you’re an alien. Your touch so foreign, it’s supernatural, extraterrestrial’ – and on she goes in praise and worship and singing to Satan.”

He told his congregation that their children had rejected Jesus Christ and his Gospel because of pop music that promotes female sexuality.

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Journalist in Dortmund angegriffen und bedroht

Zentralbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Abendansicht. Symbolbild. wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-migrated
Ein Journalist ist in Dortmund von zwei mutmaßlichen Rechtsextremen verfolgt, mit Steinen beworfen und mit dem Tode bedroht worden.


evangelisch.de

Polizeipräsident Gregor Lange erklärte den Vorfall am Dienstag zur obersten Priorität. Die neu eingerichtete Sonderkommission „Rechts“ habe die Ermittlungen zu dem Angriff vom Vorabend aufgenommen und sei dafür um zwölf weitere Beamte aufgestockt worden. Die Polizei gehe davon aus, „dass dieser Vorfall im Gesamtzusammenhang der fortgesetzten Einschüchterungen und Bedrohungen von Journalisten, politisch Aktiven und anderen Dortmundern durch Rechtsextremisten in den letzten Monaten zu sehen ist“, hieß es.

Der 43-Jährige freie Journalist Marcus Arndt war zuvor bereits mehrfach von Neonazis bedroht worden. So waren über Twitter und Facebook gefälschte Todesanzeigen mit seinem Namen und den Namen von anderen Journalisten veröffentlicht worden, die von der „Nationalen Bewegung“ oder dem „Nationalen Widerstand“ unterzeichnet waren. Arndt berichtet unter anderem auf dem Portal „metronews24“ über die rechte Szene.

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Science stories – Sustainability

How do we face the same challenges now as we did 350 years ago? Professor Robin Perutz, Fellow of the Royal Society, looks at how ‘new ideas’ such as the greenhouse effect and alternative fuels were built on old ideas through the pages of the world’s oldest scientific journal Philosophical Transactions.

This film is part of a series of Science stories to celebrate 350 years of scientific publishing by the Royal Society. https://royalsociety.org/publishing350/