„Wir treten nicht als Anwalt des Islams auf“ – wäre ja auch peinlich


Heinrich Bedford-Strohm nervt es, wenn seiner Kirche SPD-nähe unterstellt wird: „Ernst nehmen, dass Christen sich wegen ihres Glaubens engagieren“ Foto: pro/Lutz
Seit fünf Monaten ist Heinrich Bedford-Strohm Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Vor allem die Frommen taten sich mit seinem Vorgänger Nikolaus Schneider schwer. Bedford-Strohm will nun neue Brücken bauen: zu den Evangelikalen – aber auch zum Islam.


pro Medienmagazin

pro: Herr Bedford-Strohm, zwei Tage nach den Anschlägen von Paris haben Sie mit einem Mufti und einem Imam in einer Moschee in Singapur Tee getrunken. Wie war das?

Heinrich Bedford-Strohm: Es herrschte absolute Klarheit in der Verurteilung von Gewalt. Ich habe betont, dass wir dem Morden, bei dem Gottes Name missbräuchlich im Mund geführt wurde, eine wechselseitig wertschätzende Begegnung der Religionen entgegensetzen müssen. In diesem Punkt haben alle Anwesenden übereingestimmt. Wir waren uns auch einig darüber, dass wir auch Menschen, die ihre Religion entsetzlich verkehren, nicht abschreiben dürfen. Wir müssen versuchen, sie von ihrem Irrweg abzubringen und für die Gesellschaft zurückzugewinnen.

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