AfD-Politiker Gauland redet sich bei Podiumsdiskussion um Kopf und Kragen


AfD-Politiker Gauland redet sich bei Podiumsdiskussion um Kopf und Kragen | Getty
Alexander Gauland galt lange als Vorzeige-Intellektueller der Bundesrepublik. Während seiner Zeit als CDU-Politiker trat er stets als Freigeist auf, die „taz“ nannte ihn einst sogar einen „klugen Konservativen, noch dazu diskursfähig“.


Von Christoph Asche|Huffington Post

Heute macht Gauland Politik für die AfD – und sorgt immer wieder für Tumulte, wenn es um die Flüchtlingspolitik und den Umgang mit Pegida geht. Gauland besetzt fleißig den rechten Rand, wenn es darum geht, enttäuschte CDU-Wähler abzugreifen. Die Terror-Angriffe auf Paris interpretierte der Fraktionsvorsitzende der AfD in Brandenburg vor mehreren Wochen gar als Rechtfertigung für die kruden Forderungen von Pegida.

„Keiner kann mir den Unterschied zwischen Islamismus und Islam erklären“

Bei einer Veranstaltung in London zum Thema „Multikulturelles Europa“ hat sich Gauland jetzt erneut zum Thema Integration und Islam geäußert – und mit umstrittenen Aussagen für Empörung unter den Zuhörern gesorgt. „Es kann mir immer noch keiner erklären, was der Unterschied zwischen Islam und Islamismus ist“, sagte der AfD-Politiker am Dienstagabend bei einer Diskussionsrunde der London School Of Economics (LSE).

Es ist eine These, die man so nicht stehen lassen kann. Islam, heißt es im Duden, ist die „auf die im Koran niedergelegte Verkündigung des arabischen Propheten Mohammed zurückgehende Religion“. Islamismus wird als „dem islamischen Fundamentalismus zugrunde liegende Ideologie“ definiert.

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