Bayerischer Benediktiner wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt


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Das Landgericht München II hat den Benediktiner „Pater G.“ aus der bayerischen Abtei Ettal am Mittwoch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen in 21 Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Mit einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis blieb die erste Jugendkammer im unteren Bereich des Strafmaßes, das sie dem Angeklagten für ein Geständnis in Aussicht gestellt hatte. Mildernd wirkte sich die Bereitschaft des Täters aus, dem Nebenkläger im Rahmen eines Vergleichs einen Schadensersatz in Höhe von 1.500 Euro zu zahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil ohne erkennbare Regung auf.


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In 21 Fällen hatte der frühere Internatspräfekt und Religionslehrer zwischen 2001 und 2005 drei in seiner Obhut stehende Schüler missbraucht. Die Opfer waren zwischen 12 und 15 Jahre alt. Die Haftstrafe wurde für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt. In dieser Zeit muss sich der Pater einer ambulanten Sexualtherapie unterziehen, die er nicht ohne Zustimmung des Gerichts abbrechen darf. Die Opfer des Geistlichen gaben an, sie hätten durch die Übergriffe keine behandlungsbedürftigen Schäden davongetragen. Auch dies wirkte sich auf das Strafmaß günstig aus.

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