Deutsche katholische Frauen für Perspektivwechsel bei Sexualität


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Pastoral soll „Realitätsnähe“ bei Partnerschaften einnehmen und Stellung zu Empfängnisverhütung unter globalen Gesichtspunkten überdenken


kathweb

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) wirbt mit Blick auf die Weltbischofssynode im Oktober für einen Perspektivwechsel der katholischen Kirche beim Thema Sexualität. Bei den Überlegungen zur Familienpastoral wünscht sich der Verband „die Einbeziehung einer offenen und realitätsnäheren Perspektive auf die Sexualität vorehelich oder nicht verheiratet zusammenlebender Paare“, erklärte KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth am Donnerstag in Bonn. „Ebenso befürworten wir eine Öffnung für homosexuelle Paare, die den Segen Gottes für ihre Partnerschaft erbitten.“

Zudem warb der Frauenbund dafür, Empfängnisverhütung in einer globalen Perspektive zu diskutieren. Flachsbarth betonte, dass die Müttersterblichkeit, auch als Folge von zu rasch aufeinander folgenden Schwangerschaften, gesenkt werden müsse. „Dies ist ein immer noch nicht erreichtes UN-Millenniumsziel. Gleiches gilt für die Senkung der Kindersterblichkeit“, so Flachsbarth.