Die Zeit des Menschen


Menschheitsspuren. Staudämme verändern das Antlitz der Erde – und nicht nur optisch. Sand und andere Sedimente werden aufgehalten und ganze Landschaften verändert. – Foto: AFP
Forscher diskutieren, wann das „Anthropozän“ beginnen soll. Und ob das geologische Zeitalter überhaupt nötig ist.


Von Ralf Nestler|DER TAGESSPIEGEL

Aus der Entfernung werden die Dinge oft deutlicher. Elf Kilometer, die Reiseflughöhe eines Flugzeugs, genügen, um zu erkennen, wie stark die Menschheit die Oberfläche des Planeten gestaltet: begradigte Flüsse, Staudämme, Steinbrüche. Schätzungen zufolge bewegt Homo sapiens dank der von ihm ersonnenen technischen Möglichkeiten bis zu zehnmal so viel Gestein und Sediment auf dem Globus wie natürliche Vorgänge – etwa Erosion durch strömende Flüsse. Hinzu kommt ein Artensterben, wie es der Planet lange nicht erlebt hat.

Wann begann der Mensch die Erde zu formen?

Für manche Forscher steht fest, dass der Mensch nicht länger nur ein Bewohner der Erde ist wie Ratten oder Kellerasseln, sondern ein geologischer Faktor.

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