Kompetenz eines Präsidentschaftskanidaten: Christ sein


Ben Carson hat Ambitionen auf das höchste US-Amt Foto: Gage Skidmore (flickr) | CC BY-SA 2.0
Benjamin Carson besitzt weltweit Anerkennung als exzellenter Neurochirurg. Jetzt liebäugelt er mit dem US-Präsidentenamt. Warum seine Operation „Oval Office“ heikel werden könnte, erklärt der Journalist und ehemalige Washington-Korrespondent Uwe Siemon-Netto.


pro Medienmagazin

Benjamin (genannt „Ben“) Carson entstammt keiner wohlhabenden US-Politikergilde wie der Bush-Familie oder dem Kennedy-Clan. Dennoch, der Mediziner und bekennende Siebenten-Tags-Adventist will bei den US-Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr als Kandidat der Republikanischen Partei antreten. Carson stammt aus Detroit im US-Bundesstaat Michigan. In der einstigen Hochburg der US-Automobilindustrie waren im Jahr 2010 rund 83 Prozente der Einwohner Schwarze. Laut Statistik ist Detroit zudem eine der gefährlichsten Städte der USA. In einem Ghetto der mittlerweile heruntergekommenen Stadt ist Carson aufgewachsen. Uwe Siemon-Netto lebt und arbeitete als Journalist in den USA. Auf Anfrage von pro erklärt der langjährige Washington-Korrespondent: „Carson entstammt einem elenden Milieu. Er hat sich hochgearbeitet, die Ochsentour hinter sich. Der Mann wurde nie mit dem Silberlöffel gefüttert.“

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