Interaktive Kunst: „Ich rechne mit einem Massaker“


Eine Schusswaffe, eine weiße Box, eine Laborratte. Die Versuchsanordnung ist simpel – die Methode ist drastisch. (Foto: privat)
  • Mit einer Webcam überträgt der Künstler Florian Mehnert die Live-Aufnahmen einer Laborratte. Am 24. März wird eine Waffe scharf gestellt, und die Zuschauer können die Ratte erschießen.
  • Das radikale Experiment soll auf die allgegenwärtige Überwachung und den Einsatz von Kampfdrohnen aufmerksam machen.
  • Parallel läuft eine Umfrage: Fast 40% der Teilnehmer wollen, dass die Ratte stirbt.
  • Mehnert rechnet damit, dass ein anonymer Zuschauer am Ende des Countdowns die Schusswaffe abfeuern wird.


Von Simon Hurtz|Süddeutsche.de

Die Kamera filmt eine weiße Box, am Boden liegen Sägespäne, ein Ast und ein offenes Rohr, im Hintergrund steht ein Teller mit Futter. Das einzige, was sich bewegt, ist eine kleine, weiße Ratte. Sie putzt sich, läuft durch das Rohr, springt auf dem Ast herum, rollt sich zum Schlafen zusammen und kuschelt sich an die Wand.

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