„Lebensschützer haben Erfolg bei Medien“


Die Autoren Sanders und Jentsch haben die Lebensschützer in Deutschland analysiert Foto: pro / Hausen
Christlich-fundamentalistische und extrem rechte Gruppen werden mit ihrem Engagement für den Lebensschutz immer wirksamer. Zu diesem Schluss kommen drei Vertreter der linken Szene in ihrem Buch „Deutschland treibt sich ab!“, das sie am Donnerstag auf der Buchmesse in Leipzig vorstellten.


pro Medienmagazin

Mehrere Jahre haben Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen die Lebensschutzgruppen in Deutschland beobachtet. Das Ergebnis ist ihr Buch „Deutschland treibt sich ab!“. Diese Schlagzeile orientiert sich, wie Autor Jentsch auf der Leipziger Buchmesse einräumte, an Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“. Er betonte, dass der Titel aber bewusst in Anführungszeichen stehe und sich die Verfasser dadurch von dem umstrittenen früheren SPD-Politiker abgrenzten.

Doch was ist nun die Erkenntnis der drei Autoren? Einmal fiel ihnen auf: Die Zahl der Teilnehmer beim „Marsch für das Leben“, den Christen jährlich in Berlin organisieren, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht – auf mittlerweile rund 4.000 Demonstranten. Bei der ersten Begegnung im Jahr 2008 sei der Marsch „bedeutend unterhaltsamer“ gewesen als heute, zitierte Jentsch aus der Einleitung des Buches. Die Verfasser nähmen „haarsträubende antidemokratische und antifeministische“ Tendenzen wahr.

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