ARD-Doku: Die „dunkle Seite“ der Katholischen Kirche


Stephan Ackermann ist als Bischof federführend für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche verantwortlich Foto: Eigenes Werk / Wikipedia | CC BY-SA 3.0
Klarheit und Transparenz über die „dunkle Seite in unserer Kirche“ hatte der katholische Bischof Stefan Ackermann bei der Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs gefordert. Die Dokumentation „Das Schweigen der Männer – Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch“, die am Montag in der ARD gesendet wird, beleuchtet dieses Thema.


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Die Autoren Sebastian Bellwinkel und Birgit Wärnke setzen sich mit der Aufarbeitung der Vorfälle intensiv auseinander. Laut Ankündigung des Senders schauen sie dabei hinter die Mauer des Schweigens. Sie fragen danach, wie ehrlich es die katholische Kirche mit der Aufarbeitung meint und wie frei die Wissenschaftler, die sich um die Aufarbeitung der Fälle kümmern, wirklich forschen können.

Vor lästigen Fragen schützen

Zu Wort kommen bekannte Katholiken, die auch die Verbindung von Priesteramt und Pflicht-Zölibat hinterfragen, aber auch Opfer. Der Berliner Sexualpsychologe Christoph Ahlers bilanziert, dass es in der Katholischen Kirche auffällig viele Geistliche mit „problematischer Sexualpräferenz“ gebe, auch weil das „Sexualitätsverbot“ eine Anziehungskraft auf Pädophile ausübe, die sich mit einer Kirchenkarriere vor lästigen Fragen schützen wollten. Selbst bei psychisch gesunden Priestern könne dies zu einer „seelischen Unterernährung“ führen.

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