Rheinmetall will Geld von Gabriel — 120 Millionen Euro Steuergelder


Wirtschaftsminister Gabriel hatte Rheinmetall die Errichtung eines Gefechtsübungszentrums in Russland verboten – nun will der Konzern Entschädigung. (Foto: Achim Scheidemann/dpa)
  • Wirtschaftsminister Gabriel hat im vergangenen Jahr die Errichtung eines Gefechtsübungszentrums von Rheinmetall in Russland und die Lieferung der dazu nötigen Anlagen verboten.
  • Der Grund: Putin hatte zuvor die Krim annektiert.


Von Klaus Ott|Süddeutsche.de

Für Russland-Exporte, die von den Sanktionen der EU gegen Wladimir Putins Reich betroffen sein könnten, haben die deutschen Behörden eine sogenannte „Hotline“ eingerichtet. Unter der Nummer 06196/908-1237 erteilt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im hessischen Eschborn Auskunft, was erlaubt ist und was nicht.

Den Anruf dort kann sich Armin Papperger, Vorstandschef des Rüstungskonzerns Rheinmetall AG mit Stammsitz in Düsseldorf, sparen. In seinem Fall kommt alles zu spät. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat im vergangenen Jahr die Errichtung eines Gefechtsübungszentrums von Rheinmetall in Russland und die Lieferung der dazu nötigen Anlagen verboten, nachdem Putin die Krim annektiert hatte.

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