Anschlag auf christliche Kirchen in Pakistan – danach christlicher Lynchmob


Kirchen in der pakistanischen Stadt Lahore waren am Sonntagmorgen das Ziel eines Taliban-Anschlags Foto: Bastos/Fotolia.com
In der pakistanischen Stadt Lahore haben Taliban-Anhänger während eines Gottesdienstes am Sonntagmorgen einen Anschlag auf zwei christliche Kirchen verübt. Dabei wurden nach ersten Angaben mindestens 13 Menschen getötet.


pro Medienmagazin

Wie ein Polizeisprecher mitteilte hatten die beiden Attentäter am Sonntag zwei benachbarte Kirchen angegriffen. Die Wachleute konnten die Selbstmordattentäter nicht stoppen, bevor sie sich in die Luft gesprengt hatten. Unter den Opfern befanden sich neben den Tätern auch zwei Kinder. Weitere 60 Personen wurden verletzt.

Größte Ansiedlung der Christen

Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet lynchte ein aufgebrachter Mob darauf hin zwei Menschen, die beschuldigt wurden, den Attentätern geholfen zu haben. Die beiden Opfer seien bei lebendigem Leibe verbrannt worden, sagte ein Sprecher der Provinzregierung und fügte hinzu: „Das hätte nicht passieren dürfen.“ Die Region, in der sich die Attentate ereigneten, ist die größte Ansiedlung der religiösen Minderheit in Pakistan. Die Taliban bekannte sich zu dem Attentat.

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