Bayern rückt nun doch von harter Kopftuch-Praxis ab


bayern_fahneNachdem Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München gesagt hatte, die Regierung sehe für die bayerische Regelung „nach eingehender Diskussion keinen Änderungsbedarf“, präzisierte ein Sprecher der Staatskanzlei die Aussage.


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Demnach solle das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen nicht geändert werden. Die Vorgaben, die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ergäben, könnte in Bayern „im Verwaltungsvollzug umgesetzt werden“.

Das heißt konkret, dass „fortan jeder Einzelfall geprüft wird“, sagte der Staatskanzlei-Sprecher. Bislang war die Praxis eine andere. Muslimische Lehrerinnen durften nach der aktuellen Handhabung kein Kopftuch tragen, Nonnen und Mönche aber durchaus ihr Habit. Im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen steht, dass „äußere Symbole und Kleidungsstücke, die eine religiöse oder weltanschauliche Überzeugung ausdrücken“ von Lehrern dann nicht im Unterricht getragen werden dürfen, sofern diese beispielsweise mit christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerten nicht vereinbar seien.

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