Helmut Schmidt hält Mission für „zunehmend gefährlich“


Schmidt, 2001, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Hamburg) sieht Mission äußerst kritisch. Die Vorstellung, dass eine Religion durch Mission möglichst umfassend verbreitet werden soll, hält er für „zunehmend gefährlich“.


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Der christliche Missionsgedanke habe „unermessliches Leid über die Menschen gebracht“, schreibt der SPD-Politiker in seinem Buch „Was ich noch sagen wollte“ (C. H. Beck-Verlag/München). Das Christentum habe zahlreiche Feldzüge im Zeichen des Kreuzes unternommen, etwa die Kreuzzüge ins Heilige Land. Dass das Heil einer Religion in ihrer möglichst umfassenden Verbreitung liegen soll, sei ihm immer fremd gewesen, so der 96-Jährige. Er habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Theologen sich nicht durch Toleranz gegenüber anderen Religionen auszeichnen. Im Zeitalter der Globalisierung rückten Menschen verschiedener Konfessionen dichter zusammen. Daher sei religiöse Toleranz eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.

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