Vatikan: Aktueller Bauskandal betrifft Bertone-Wohnung nicht


Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.
Der Vatikan hat einen Pressebericht dementiert, wonach die Wohnung von Ex-Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone von einem unter Korruptionsverdacht stehenden Unternehmer ausgebaut worden sein soll. Die Behauptung, dass die Firma des angeklagten Diego Anemone die Arbeiten für Bertone durchgeführt habe, sei „völlig falsch“, hieß es am Mittwoch in einer vatikanischen Erklärung. Den Ausbau der Wohnung gleich neben dem Petersdom hätten andere, vom vatikanischen Governatorat gebilligte Unternehmen vorgenommen; dessen Abteilung für technische Dienste habe die Arbeit beaufsichtigt.


kathweb

Die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ hatte am Mittwoch berichtet, Anemone habe den Auftrag von Bertone auf Vermittlung des ebenfalls der Korruption verdächtigen ehemaligen Baudezernenten der Stadt Rom, Angelo Balducci, erhalten. Dies ergebe sich aus den Ermittlungsakten der Polizei. Der Prozess gegen Anemone, Balducci und andere beginnt im Juni. Die Angeklagten sollen in einen Korruptionsskandal um die Vergabe von Bauaufträgen zu Großereignissen wie dem G8-Gipfel oder der Schwimm-Weltmeisterschaft in Rom 2009 verwickelt sein.

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