Splatter Ritual: Wird sich Blut von San Gennaro für Papst Franziskus verflüssigen?


Das Reliquiar mit dem flüssigen Blut, Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Verflüssigt sich das eingetrocknete Blut des Stadtpatrons von Neapel, gilt dies als Zeichen für göttlichen Schutz. Am 21. März wird Papst Franziskus die süditalienische Stadt am Vesuv besuchen. „Wird sich das Blut von San Gennaro für den Papst verflüssigen?“, fragt aus diesem Anlaß die katholische Informationsseite Aleteia.


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Alljährlich vollzieht sich dreimal in der Kathedrale von Neapel das Blutwunder des heiligen Januarius. San Gennaro, wie er in Italien genannt wird, erlitt als Bischof von Benevent unter dem römischen Kaiser Diokletian im Jahr 305 das Martyrium. In den Schwefelgruben von Pozzuoli wurde der Bischof während der großen Christenverfolgung enthauptet. Am Ort der Hinrichtung wird noch heute ein Stein verehrt, der vom Blut des Heiligen getränkt worden sei. Anderes Blut des Heiligen wurde von einer Christin in einer Ampulle eingesammelt.

Anfang des 5. Jahrhunderts wurden die sterblichen Überreste und die Ampulle von Bischof Johannes von Neapel in die Katakomben der Stadt überführt. Dabei verflüssigte sich das eingetrocknete Blut vor den Augen des Bischofs und einer großen Schar von Gläubigen. In der Überlieferung heißt es, um die Echtheit zu bezeugen, daß es sich tatsächlich um das Blut des Märtyrerbischofs handelt. Der Ort der Reliquienaufbewahrung zog bald zahlreiche Pilger an.

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1 Comment

  1. Naja, solches „Blut“ hat schon Rangar Yogeshwar in Quarks & Co aus haushaltsüblichen Mittel gebastelt, wenn ich mich recht erinnere. Ist halat kein Blut, sondern eine thixotrope Substanz, ein entsprechendes Rezept ist seit dem Mittelalter bekannt. Funktioniert so ähnlich wie bei Ketchup …

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