Katholische Verbände wollen Sexualmoral neu diskutieren


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Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) spricht sich dafür aus, dass bei der kommenden Familiensynode im Oktober im Vatikan auch offen über Reformen der katholische Sexualmoral diskutiert wird. „Die AKV sieht die rigorose Beschränkung der Sexualität auf die strenge Haltung von ‚Humanae Vitae‘ nach mehr als 50 Jahren Erfahrung als problematisch und nicht mehr zeitgemäß an“, so AKV-Präsident Helmut Kukacka in einer Aussendung am Freitag. Er berief sich dabei auf eine Resolution, die die AKV-Generalversammlung am 18. März einstimmig beschlossen hatte.


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Wie Kukacka feststellte, mache die medizinische Entwicklung und die veränderte Einstellung der Gesellschaft, aber auch der Gläubigen, eine Präzisierung erforderlich. Denn die von der Kirche empfohlenen sogenannten „natürlichen Methoden“ der Verhütung würden heute nur noch wenig berücksichtigt und verstanden.

Die AKV trete nachdrücklich dafür ein, sehr viel klarer zwischen jenen Methoden und Mitteln zu unterscheiden, die eine Empfängnis verhindern (z.B. Antibabypille) und jenen, die zur Beendigung bereits empfangenen Lebens führen. Hier seien besonders die verschiedenen Versionen der sogenannten „Pille danach“ zu nennen. Kukacka: „Wir lehnen daher alle lebensbeendenden Mittel und Methoden strikt ab, hingegen sollte eine vom geprüften Gewissen getragene Verwendung künstlicher Methoden oder medikamentöser Mittel zur Verhütung akzeptiert werden“.

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