Papst prangert in Neapel Korruption und Ungerechtigkeit an


Bild: hiphop 'n'more
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Emotionaler Appell gegen organisiertes Verbrechen und Ausbeutung – Unterbezahlte Arbeit und Schwarzarbeit sind „Sklaverei“


kath.net

Mit einem emotionalen Appell gegen soziale Ungerechtigkeit und eine korrupte Gesellschaft hat Papst Franziskus seinen Besuch in Neapel begonnen. Arbeitslosigkeit raube den Menschen die Würde, sagte er am Samstagvormittag im Armenviertel Scampia unter dem Applaus Zehntausender Menschen. Unterbezahlte Arbeit und Schwarzarbeit bezeichnete er darüber hinaus als Ausbeutung und „Sklaverei“. Franziskus wandte sich in der Camorra-Hochburg Scampia auch gegen das organisierte Verbrechen. „Wer freiwillig den Weg des Bösen geht, raubt ein Stück Hoffnung“, sagte er. Solche Menschen beraubten die Ehrlichen und Fleißigen und das Gemeinwohl Neapels.

Energisch prangerte Franziskus die Korruption in der Gesellschaft an. „Die Korruption stinkt, eine korrupte Gesellschaft stinkt, und ein Christ, der die Korruption bei sich zulässt, ist kein Christ, er stinkt“, so der Papst. Seine Rede beendete er mit dem Appell an die Zuhörer, die eigene Seele, die Stadt und die Gesellschaft von diesem Übel zu reinigen.

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