Die weltweite Kopftuch-Frage


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Auch außerhalb Deutschlands wird darüber diskutiert, ob religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen gezeigt werden dürfen. Das Stück Stoff, das die Haare bedeckt, die Kippa auf dem Haupt oder das Kreuz an der Halskette.


DIE WELT

Durch seine besonders klare Trennung von Religion und Staat sticht Frankreich heraus. In dem laizistischen Land hat der islamistische Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ der Debatte um religiöse Symbole neue Brisanz verliehen. Die Angst vor einer Islamisierung ist in der Bevölkerung groß. Paris hat, basierend auf dem Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat von 1905, vor mehr als zehn Jahren das Kopftuchverbot für Lehrerinnen auf Schülerinnen ausgeweitet. Für Dozenten an französischen Universitäten sind auffällige Kreuze, Kippa oder Kopftuch ebenfalls tabu. Aktuell wird über eine weitere Verschärfung der Trennung von Staat und Kirche debattiert. Zur Diskussion steht ein Vorschlag der Staatssekretärin für Frauenrechte, die religiöse Symbole ganz aus den Universitäten verbannen will – auch für Studenten würde das Verbot dann gelten. 78 Prozent unterstützen laut einer Umfrage diesen Vorstoß.

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