EKD-Chef Bedford-Strohm: „Angst zu verbreiten wäre ein Triumph für Terroristen“


Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 3.0/MichaelLucan
Krieg in der Ukraine, IS-Terror, Warnungen vor Anschlägen in Deutschland: Viele Christen sorgen sich um ihre Sicherheit. EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm erklärt, warum Angst kein guter Ratgeber ist.


Ein Interview von Annette Langer|SpON

SPIEGEL ONLINE: Die Mörder des „Islamischen Staates“ töten Unschuldige, sie kreuzigen Kinder und begraben sie bei lebendigem Leibe. Viele Christen gehören zu den Opfern. Hat Gott diese Menschen verlassen?

Bedford-Strohm: Ich bekomme täglich Berichte über verschleppte oder getötete Familien im Irak und in Syrien, ich lese von Enthauptungen und schrecklichen Gewaltexzessen. Das geht mir sehr nah und, ja, man könnte verzweifeln. Aber ich glaube an Jesus Christus, Gottes Sohn, der selbst verfolgt, gefoltert und ans Kreuz geschlagen wurde – doch dann auferstanden ist. Nein, Gott lässt uns nicht allein. Trotz dieser Verbrechen habe ich die Hoffnung, dass die Gewalt überwunden wird und letztlich das Leben siegt.

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