Populismus: Größter Gegner der Protestparteien sind ihre Mitglieder


Zum Verdruss von Ukip-Chef Nigel Farage vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein Parteimitglied negativ auffällt. (Foto: REUTERS)
Ihr Erfolg scheint unaufhaltsam – bis sie echte politische Arbeit machen müssen. Dann stolpern Protestparteien wie Ukip mit Nigel Farage oder die AfD über allerlei schräge Vögel in den eigenen Reihen.


Von Christian Zaschke|Süddeutsche.de

Alles könnte so einfach sein für Nigel Farage, wenn seine Partei nicht wäre. Der Chef der EU-feindlichen UK Independence Party (Ukip) kann sich gute Hoffnungen darauf machen, bei der britischen Unterhauswahl im Mai erstmals ins Parlament in Westminster einzuziehen. Farages Popularitätswerte sind konstant hoch, und wenn er in jedem der 650 Wahlkreise persönlich antreten könnte, würde die Ukip vermutlich eine ernstzunehmende Fraktion werden.

Zu Farages Verdruss vergeht jedoch kaum ein Monat, in dem nicht ein Parteimitglied durch dämliche, rassistische oder sexistische Bemerkungen auffällt – oder, wie jüngst, durch finanzielle Unregelmäßigkeiten.

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