„The German Übermacht“


Bild: heise.de
Der Spiegel wollte die deutsche Befindlichkeit darstellen, hat aber nicht ganz geklappt.
Der Spiegel wollte mal wieder einen Aufreißer landen. Auf dem Cover der aktuellen Ausgabe wurde eine bunte, also zeitgemäße Kanzlerin in ein Schwarz-Weiß-Foto aus dem Jahr 1941 überdeutlich sichtbar eingebaut. Hier ist Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch mit anderen Wehrmachtsoffizieren vor der Akropolis in Athen zu sehen.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Auf den ersten unbedarften Blick sagt das Bild mit der Überschrift „The German Übermacht“, dass die Griechen auf Merkel die Nazi-Vergangenheit projizieren, aber dass die Kanzlerin doch gar nicht militant und völlig harmlos ist. Übermacht, um Gottes Willen. Deutschland wolle zwar eine wirtschaftliche Macht sein, heißt es im Spiegel, der damit zum Regierungsblatt wird, mit Geopolitik oder militärischer Macht habe man aber nichts am Hut: „Schon deshalb sind die Bezüge zur Nazi-Zeit so daneben.“ Meint der Spiegel.

Die Süddeutsche stellte sich gleichwohl dumm und versucht, aus dem Cover einen Skandal zu machen. So funktioniert heute die Medienkonkurrenz: „Spiegel“ stellt Merkel in eine Reihe mit Nazis. Die dünne Titelei konnte der Spiegel nicht auf sich sitzen lassen, was die SZ natürlich freute.

weiterlesen