Gröhe: ‚Man kann sich nicht raushalten als Christ!‘


Hermann Gröhe (2010), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de
Bundesgesundheitsminister: „Einen gläubigen Muslim in Köln stört nicht der Kölner Dom, sondern der Sexshop daneben.“ – Kein Muslim erwarte, dass Christen ihren Glauben verschweigen.


kath.net

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Foto) hat Christen aufgerufen, ihren Glauben öffentlich zu bekennen und sich gesellschaftlich zu engagieren. Er sprach beim 38. „Missionale“-Treffen am 21. März in Köln in einem Seminar zum Thema „Gelassen das uns Mögliche tun“. Der biblische Vers „Suchet der Stadt Bestes“ (Jeremia 29,7) sei eine klare Aufforderung, sich für das „Wohl unseres Gemeinwesens“ einzusetzen. Mit einer frommen Weltflucht passe es nicht zusammen. Gröhe: „Man kann sich nicht raushalten als Christ.“ Es freue ihn, dass dies beispielsweise beim Kongress christlicher Führungskräfte Ende Februar in Hamburg zum Ausdruck gebracht worden sei. Dort hätten Unternehmer bekannt, ihre Firmen in christlicher Verantwortung zu leiten. Gröhe warnte ferner davor, politische Kompromisse als etwas grundsätzlich Schlechtes zu betrachten. Manche Christen hätten ihm berichtet, dass sie deswegen nicht in die Politik gingen. Unterschiedliche Meinungen gelte es auszuhalten. So habe es auch unter engagierten Christen unterschiedliche Überzeugungen gegeben, ob die Bundeswehr zu Recht in Afghanistan gewesen sei.

weiterlesen