Islam: „Es ist meine Aufgabe, die Jugendlichen aufzuklären“


Gebet-islamTerror und Gewalt, Hass und Ausgrenzung: Die Mehrheit der Muslime in Deutschland und Berlin will damit nichts zu tun haben.


Berliner Morgenpost

Immer häufiger werden Muslime dennoch aufgefordert, sich von islamistischen Extremisten zu distanzieren. Das kann nerven. So sagte es der Vorsitzende der Neuköllner Sehitlik-Gemeinde, Ender Cetin, nach den Anschlägen von Paris im Interview mit der Berliner Morgenpost.

Cetin distanziert sich trotzdem unablässig. Und nicht nur das. Er geht in die Offensive und spricht das Problem islamistischer Radikalisierung offen an. In den Räumen der Moschee bietet die Gemeinde Workshops an. Sozialarbeiter und Lehrer, Staatsschützer und Funktionsträger islamischer Einrichtungen können sich dabei über die Gründe für islamistische Radikalisierungen informieren.

„Wir müssen Aufklärungsarbeit leisten“, sagt Cetin. Auch, wenn es um religiöse Inhalte gehe. Einige Koranverse würden Muslimen tatsächlich das Recht geben, sich bei einem Angriff mit Gewalt zu verteidigen. Aus dem Kontext gerissen und wenn man den Grund für die göttliche Herabsendung nicht berücksichtige, könnten sie daher für politische Ideologien missbraucht werden. „Da müssen wir uns gegen wehren“, sagt Cetin. Umso wichtiger sei es, die Kernbotschaft des Islam zu betonen. „Diese Botschaft ist Frieden, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit“, sagt Cetin.

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1 Comment

  1. Vorweg: Wenn die „Mehrheit“ nicht wäre, gäbe es auch keine „Minderheit“.

    Was die Kernbotschaft des Islam ist, das erfährt man anschaulich durch die täglichen Horrornachrichten aus aller Herrenländer. Von wegen Frieden, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Was machen sich die Verkünder solcher Floskeln denn da eigentlich vor ? Oder, was versuchen sie uns vorzumachen ? Oder ist das vielleicht sogar Teil einer Taktik ? Sehr bedenklich, ja beunruhigend ist, dass sich in unserem Lande eine gutmenschliche, religiotiebasierte Leichtgläubigkeit etabliert hat.

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