„Menschenbild nicht immer neu diskutieren“


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Lehrerinnen sind Vorbilder für ihre Schüler. Aber was vermitteln sie, wenn sie ein Kopftuch im Unterricht tragen? Darüber gehen die Meinungen nach dem Kopftuch-Urteil auseinander.


pro Medienmagazin

Muslimische Lehrerinnen dürfen im Unterricht Kopftuch tragen. Das hat das Bundesverfassungsgericht kürzlich entschieden. Die Reaktionen darauf sind zwiespältig. Lehrerinnen sind Vorbilder, darüber herrscht Konsens. Doch welche Botschaft vermitteln sie, wenn sie aus religiösen Gründen mit einem Kopftuch in die Schule kommen? Wie die Wochenzeitung Welt am Sonntag (WamS) schreibt, sieht die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) darin ein Zeichen von Selbstbewusstsein und „eigenen Überzeugungen“. Eine ähnliche Auffassung vertritt Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats: „Eine Kopftuch tragende Lehrerin ist ein positives Rollenmodell für muslimische Mädchen. Sie verdeutlicht, dass in unserem Land auch im Staatsdienst Platz ist für Muslime“, zitiert ihn die Zeitung. Bisher habe das Kopftuch seiner Einschätzung nach wohl hunderte muslimische Frauen von einem Lehramtsstudium abgehalten.

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