Nährstoffmythos: Über die Sinnlosigkeit von Vitamintabletten


Foto: Getty Images Vitaminpillen muss fast niemand für seine Gesundheit schlucken. Der Körper kann sich aus der Nahrung versorgen – und viele Vitamine selbst recyceln
Eine rote Pille für den Muskelaufbau, eine blaue mit Antioxidantien. Nicht nur unter Sportlern sind Vitaminpräparate beliebt. Dabei sind die meisten sinnlos – und einige können sogar schaden.


Von Jörg Zittlau|DIE WELT

„Fit in den Frühling“, „Mit Vitaminen gegen die Frühjahrsmüdigkeit“ – wenn der Winter sich verabschiedet, hört man, dass die Zeit für eine Extraportion Vitamine gekommen ist. Um die im Winter geleerten Speicher wieder aufzufüllen, um sich vor der intensiveren Sonnenstrahlung zu schützen, um in Sport und Beruf belastbarer zu sein.

In Deutschland geben die Menschen in einem Jahr 1,2 Milliarden Euro für Vitaminpräparate aus. Doch wissenschaftliche Daten sprechen gegen den Sinn dieser Investition – und mitunter ist sie sogar gefährlich.

Eine rote Pille für den Muskelaufbau, eine blaue für die Regeneration. Gerade unter Sportlern sind Vitaminpräparate beliebt. Sie erhoffen sich von den antioxidativen Vitaminen C und E, dass sie als sogenannte Radikalfänger die Muskeln vor Sauerstoffradikalen schützen und so die Trainingsergebnisse verbessern. Doch eine Studie der Sporthochschule Oslo zeigt, dass die Einahme dieser Vitamine auch zum Gegenteil führen kann.

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