Der „Vater des Todesengels“: Ein Schiiten-Rambo gegen den IS


Bild. Abu Azrael/Facebook
Bild. Abu Azrael/Facebook
Ein irakischer Schiit und Elitesoldat macht im Krieg gegen den „Islamischen Staat“ im Nordirak derzeit große mediale Karriere. „Abu Azrael“, wie man ihn nennt, symbolisiert aber auch die wachsende Macht des Iran.


Von Wolfgang Greber|Die Presse

„Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.“

(Koran Sure 32, Vers 11)

Er ist mittelgroß, sehr muskulös und breitschultrig. Sein Kopf ist glattrasiert, das Gesicht mit den dunkelgrünen, tiefliegenden Augen unter buschigen Augenbrauen markant eckig und von einem dichten, ja wuscheligen schwarzen Bart umrahmt.

Man sieht ihn mit Militärgewand und Stiefeln. In Wüstengegenden, zerschossenen Gassen, auf Panzern, in Geländewagen. Umgürtet mit Patronentaschen, mit Sturmgewehren amerikanischen Typs, russischen RPG-Panzerfäusten, arabischen Krummsäbeln, mit Messern, gegen das jenes von Crocodile Dundee mittelgroß wirkt. Einmal sogar mit einer enorm großen Schusswaffe, die auffällig dem schweren, panzerbrechenden Scharfschützengewehr „HS. 50“ der österreichischen Firma Steyr Mannlicher ähnelt. (Am Ende dieser Geschichte finden Sie eine Diashow.)

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