Wien: Scientology stellt in staatlichem Palais aus


Scientology

Einer Frontgruppe der vom Verfassungsschutz beobachteten Bewegung wird für eine Anti-Psychiatrie-Schau das Wiener Palais Palffy zur Verfügung gestellt. Die Eröffnungsrede hielt der frühere Gerichtspräsident Demel


Von Michael Matzenberger|derStandard

Es ist ein edles Ziel, das sich die „Bürgerkommission für Menschenrechte“ gesetzt hat. Wie sein internationaler Dachverband ,“Citizens Commission on Human Rights“ (CCHR), bezeichnet sich der Verein als „gemeinnützige Organisation, die sich weltweit für die Menschenrechte in der Psychiatrie einsetzt“. Angeprangert wird vor allem, dass Kindern in reiner Gewinnabsicht Psychopharmaka verordnet werden.

Anders sieht das Ursula Caberta von der städtischen Hamburger Behörde „Arbeitsgruppe Scientology„. Caberta beschreibt CCHR als „radikalen Arm von Scientology, der vordergründig Missstände anprangert, auf diese Weise aber Menschen in die Organisation hineinzuziehen versucht.“

Der deutsche Verfassungsschutz stuft Scientology als Bewegung mit „totalitärem Charakter“ ein. Auch der Wiener Verfassungsschutz beobachtet den von L. Ron Hubbard erdachten Science-Fiction-Kult – der sich selbst als Kirche deklariert, laut Aussteigern aber wie ein repressiver Konzern agiert, Vergehen mitunter mit Straflager sanktioniert und einen Geheimdienst unterhält.

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