Der Krieg gegen Persien führte zum Sieg des Islam


Der oströmische Kaiser Justinian I. (um 482–565, hier in der Mitte seiner Hofleute und Generäle) konnte noch einmal weite Teile des Imperiums unter seiner Herrschaft vereinen Foto: picture-alliance / Helga Lade Fo
Nach dem Untergang des Römischen Reichs versuchten drei Herrscher, ein ähnlich mächtiges Imperium zu errichten. Der britische Historiker Peter Heather erklärt, warum zwei von ihnen scheiterten.


Von Berthold Seewald|DIE WELT

Der 21. März des Jahres 630 war ein großer Tag für die allerchristlichen Nachfahren der Caesaren. Kaiser Herakleios konnte das Heilige Kreuz, die wichtigste Reliquie der Christenheit, wieder in der Stadt aufstellen, in der Jesus einst den Tod gefunden hatte. Denn Jerusalem war wieder befreit von den Truppen des iranischen Großkönigs Chosrau II., der bis vor die Tore Konstantinopels vorgedrungen war.

Nach beinahe 60 Jahren Krieg hatte Byzanz scheinbar endgültig über den ewigen Feind im Osten, die Sassaniden, triumphiert. Der ganze Orient, vom Kaukasus über den Euphrat bis zum ersten Nilkatarakt, war wieder unter der Herrschaft vereint. (Ost-)Rom schien so mächtig zu sein, wie es zur Zeit des Augustus gewesen war.

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