„Pornos in der Schule gehen gar nicht“


Pornos in der Schule zu zeigen, ist in Deutschland strafbar Foto: Chepko Danil Chepko@yandex.ru
Schüler sollten im Unterricht Pornos schauen, empfiehlt ein dänischer Sexualwissenschaftler. Im deutschen Sexualkundeunterricht gibt es zwar Doktorspielchen, aber Pornos sind strafbar.


pro Medienmagazin

Ein Großteil der Teenager hat schon einmal pornografische Darstellungen auf Bildern und in Filmen gesehen. Warum also nicht Pornos in der Schule anschauen und sie so zu „kritischen Konsumenten“ erziehen? Das jedenfalls ist der Vorschlag des dänischen Sexualwissenschaftlers Christian Graugaard von der Universität Aalborg. Schüler sollten auf diese Weise lernen, wie sich die echte Sexualität von den unrealistischen Erwartungen in harten Pornos unterscheide, meldete die dänische Zeitung The Local. Schüler sollten lernen, dass ihr Sexleben nichts mit dem zu tun habe, was sie in Pornos sehen. Würden die Jugendlichen versuchen, das nachzumachen, könnte dies zu großen Enttäuschungen führen, begründet Graugaard seinen Vorschlag.

„Pornos in der Schule, das geht gar nicht“, sagte Birgit Braml von der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten zu pro. Es ist rechtlich nicht erlaubt, Minderjährigen pornografische Inhalte zu zeigen, erklärte sie. „Das entspricht nicht den Regeln des Jugendmedienschutzes.“ Zudem führe es auch aus pädagogischer Sicht nicht zum Ziel. „Ich kann nicht Kinder mit Pornografie konfrontieren und sie hinterher fragen, wie es ihnen geht. Das kann sie verstören oder sogar traumatisieren.“

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