Die NSA als Religion


NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
Die Abhörbehörde NSA strebt mit ihrem Datensammeln danach, das Verhalten der Menschen vorwegnehmen zu können. Aber ist eine solche «observierte Freiheit» noch eine Freiheit?


Von Wolfgang Taus|Neue Zürcher Zeitung

Sir Isaac Newton meinte zu Beginn des 18. Jahrhunderts, er spiele lediglich am Rande des «grossen Ozeans der Wahrheit», der «unentdeckt» bleibe. Die amerikanische Abhörbehörde (National Security Agency – NSA) hingegen greift auf diesen Ozean zu. Sie ist dabei, zu erreichen, was an sich unerreichbar ist, und nennt dies «Getting the ungettable». Der deutsche Philosoph Bernhard H. F. Taureck versucht den Leser in seinem hochbrisanten Buch auf die quasitheologischen Begründungen und Rechtfertigungen der NSA hinzuweisen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden insbesondere auch in der Zivilgesellschaft massiv in die Kritik geraten, sucht die NSA nach Argumenten für ihren Daseinszweck.

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