Saudi-Arabien: 60 Prozent der geplanten Ehen werden aufgrund „genetischer Inkompatibilität“ abgebrochen


King Fahd Road in Riad. Bild: BroiadArrow/CC-BY-3.0
Seit 2004 ist ein vorehelicher Gen- und Gesundheitstest in der fundamentalistischen Monarchie verpflichtend


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Saudi-Arabien hat ein doppeltes Gesicht. Die autoritäre Monarchie mit einer extrem fundamentalistischen, patriarchalischen Religion, die archaische Verhaltensweisen vorschreibt und sanktioniert, rüstet gleichzeitig mit moderner Technik auf. Dass die Benutzung von Hightech aus dem Westen mit dem radikalen Islamismus harmoniert, führt auch der Islamische Staat vor, dessen Ideologie dem wahabitischen Islam Saudi-Arabiens gleicht.

In Saudi-Arabien wurden 2004 verpflichtende Gen- und Gesundheitstests vor der Heirat eingeführt. Jährlich nehmen an dem Programm „Gesunde Heirat“ 270.000 bis 300.000 Menschen teil. 2014 trennten sich aufgrund festgestellter „genetischer Inkompatibilitäten“ 165.000 heiratswillige Menschen nach Angaben von Medien. 60 Prozent der Teilnehmer trennen sich nach dem Test durchschnittlich von ihrem Heiratspartner, weil angeblich großes Risiko für Erbkrankheiten bei möglichen Kindern besteht.

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2 Comments

  1. Anders als in Saudi Arabien werden die mittelalterlichen Muslimen Bräuche in Europa zum Problem

    http://www.ozy.com/fast-forward/honor-killings-on-the-rise-in-the-uk/32617?utm_source=Outbrain&utm_medium=CPC&utm_campaign=INTL%20-%20All%20Clicks%20ALL%20Devices
    A teenager falls victim to murderous parents for not marrying the family’s preferred groom. Another young woman is raped and strangled by family members — because she dared to leave a violent husband. These aren’t tales from the developing world; they involve British women of immigrant descent, and they’re forcing the U.K. government to wake up to the reality of honor killings on its doorstep.

    Of an estimated 5,000 victims who die annually worldwide, a shocking number take place in the West — suggesting that this is a cultural practice exported by those who uphold it.

    Its 2013 research showed that one in five U.K. police departments didn’t collect statistics for honor-based violence — despite the fact that IKWRO’s 2011 figures showed nearly 2,800 incidents in London, the Midlands and Manchester. A study in 2011 found that in the 12 police districts able to provide data from 2009, there was a 47 percent rise in honor-based violence.

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  2. Offenbar sind die Folgen der arrangierten Heirat in der Familie schlimmer als bekannt. Inzucht-Deppen sind ein schlimmes Problem, man kann die genetische Schäden nicht heilen

    Muslime religiöse Kulte wie etwa 1.300 Jahren familiäre „Inzucht-Heirat“ mit Ankauf des Ehepartners resultieren im Morbus Tab-Syndrom als vererbte amaurotische Idiotie. Die Ehe mit einem Cousin verdoppelt das Risiko von Gehirnschäden der Kinder, dazu kranke Paranoia wie „Familien-Ehre“, „Blutgeld“ und „Blutrache“.

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