Dodo Müller: ‚Bistümer sind keine Filialen einer Bischofskonferenz!‘


Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard L. Müller links im Bild
Präfekt der Glaubenskongregation nach jüngsten Äußerungen des DBK-Vorsitzenden Marx: „Der Präsident einer Bischofskonferenz ist nicht mehr als ein technischer Moderator, mit diesem Titel ist keine spezielle Lehrautorität verknüpft.“


kath.net

Die Behauptung, eine Bischofskonferenz sei „keine Filiale von Rom“, „liefert mir das Stichwort, daran zu erinnern, dass die Bistümer keine Filialen des Sekretariates einer Bischofskonferenz sind oder [Filialen eines] Bistums, dessen Bischof Vorsitzender der Bischofskonferenz ist.“ Dies stellte Gerhard Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, gegenüber der katholischen französischen Zeitschrift „Famille chrétienne“ im Interview fest. Er war zuvor gefragt worden, was er vom Satz „eines deutschen Bischofs, der erklärt hatte, dass die Bischofskonferenz, die er leite, keine „Filiale von Rom“ sei, dies bezog sich auf Äußerungen von Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz. Müller erläuterte weiter: „Eine Bischofskonferenz ist kein Partikularkonzil, [sie ist] viel weniger als ein ökumenisches Konzil. Der Präsident einer Bischofskonferenz ist nicht mehr als ein technischer Moderator, mit diesem Titel ist keine spezielle Lehrautorität verknüpft.“ Die Einstellung, dass eine Bischofskonferenz keine Filiale Roms sei, „birgt in sich die Gefahr, eine gewisse Polarisierung zwischen den Ortskirchen und der Universalkirche wiederzuerwecken, welche mit dem ersten und dem zweiten Vatikanischen Konzil zur Ruhe gekommen waren. Die Kirche ist nicht die Summe von Nationalkirchen, deren Vorsitzende sich einen Chef auf Universalebene wählen würden.“

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