Freiwillig Kopftuch – Eine Leipzigerin tritt zum Islam über


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So wie sich andere schminken, bindet sich Steffi Mahdi das Kopftuch. Früher trug sie ihr langes Haar offen, heute verlässt sie nie ohne Kopf-Bedeckung das Haus. Doch die Vorbehalte sind groß, die Konsequenzen auch.


MDR Kultur

Sie ist blond, Sportlehrerin und Muslima. Für Steffi Mahdi kein Widerspruch. Die Haare verhüllt sie inzwischen unter einem Kopftuch.  Als Deutsche zum Islam zu konvertieren, war für sie normal. Für ihr Umfeld dagegen überhaupt nicht.

Die Eltern finden es schwierig, der Kontakt ist schlecht. Feiertage wie Weihnachten und Geburtstage werden zur Zerreißprobe, denn für Steffi Mahdi sind sie kein Thema mehr. Ihre Arbeit als Sporttherapeutin hat sie verloren …

Heiße Debatte nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

Seit dem 13. März ist das Tragen eines muslimischen Kopftuches wieder ein großes Thema: An diesem Tag entschied das Bundesverfassungsgericht, dass es gegen die Religionsfreiheit verstößt, wenn der Staat muslimischen Lehrerinnen pauschal verbietet, das Tuch während der Arbeit zu tragen. Es sei denn, der Schulfrieden oder die staatliche Neutralität sei dadurch nachweislich beeinträchtigt. Die Karlsruher Richter korrigierten damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2003, nach der ein Kopftuch-Verbot prinzipiell zulässig war, wenn in den Ländern entsprechende Gesetze existierten. Viele ergänzten ihre Schulgesetze daraufhin um ein Kopftuchverbot. Auf die Novelle können sich nun muslimische Lehrerinnen landesweit berufen.

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