Smolensk-Bericht vorgelegt: Piloten und Lotsen sind schuld


Absturzstelle in Smolensk // (cc) Serge Serebro, Vitebsk Popular News [CC BY-SA 3.0] / Wikimedia
Die Militärstaatsanwaltschaft hat ihren Bericht zum Flugzeugabsturz von Smolensk vorgelegt. Hauptschuldige seien demnach die Piloten, die im Nebel nicht hätten landen dürfen. Doch auch die russischen Lotsen wollen die Ermittler wegen möglicher Verfehlungen gerne noch befragen.


Von Lars Leschewitz|POLEN HEUTE

Heute hat die Militärische Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz ihren Bericht zu den Hintergründen des Flugzeugabsturzes von Smolensk 2010 vorgelegt. Nach Ansicht der Ermittler liegt die Hauptschuld bei der Crew der Regierungsmaschine. Diese hätte bei den Witterungsbedingungen, die am Flughafen von Smolensk herrschten, niemals ein Landemanöver einleiten dürfen. Dazu habe auch beigetragen, dass sich kabinenfremde Personen im Cockpit befunden hätten. So soll etwa General Andrzej Blasik Druck auf die Crew ausgeübt haben, zu landen. Beim zu niedrigen Anflug habe die Maschine dann mehrere Bäume touchiert und sei unkontrollierbar geworden.

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