Religiöse Toleranz im Alten Ägypten


Die Symbole Halbmond, Menora und Kreuz schmücken im Bode-Museum in Berlin eine Wand auf dem Weg zur Ausstellung „Ein Gott – Abrahams Erben am Nil“. (picture-alliance / dpa / Stephanie Pilick)
Es geht auch friedlich: Die Ausstellung „Ein Gott – Abrahams Erben am Nil“ im Berliner Bode-Museum zeigt das alltägliche Miteinander von Juden, Christen und Muslimen. In Ägypten ging es bis zum Mittelalter dabei erstaunlich tolerant zu.


Von Rocco Thiede|Deutschlandradio Kultur

Abraham, der Urvater und Archetypus für den Glauben an den einen Gott ist Titelgeber der Ausstellung „Ein Gott“ im Berliner Bode-Museum. Er ist das Bindeglied zwischen Judentum, Christentum und Islam. Friederike Seyfried leitet seit 2009 als Direktorin das Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Ägyptologin ist eine der Kuratorinnen des über fünf Jahre geplanten Ausstellungsvorhabens. Frau Seyfried erläutert, wie es zur Ausstellungsidee „Ein Gott –Abrahams Erben am Nil: Juden, Christen und Muslime in Ägypten von der Antike bis zum Mittelalter kam:

Das Christentum in Ägypten existiert nicht ohne den Islam und beide existieren nicht ohne das Judentum. Da die Geschichte der drei Offenbarungsreligionen am Nil eine der längsten gemeinsamen Geschichten hat, haben wir uns überlegt, wir wollen eine Ausstellung machen, aber zu allen drei Religionen.“

Der Titel der Ausstellung „Ein Gott – Abrahams Erben“ ist ganz bewusst gewählt und Programm. Das unterstreicht auch Friederike Seyfried:

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2 Comments

    1. Die Ägypter hatten am Anfang etwa 200 Götter und am Ende um 500 v.C. etwa 700 Götter, Echnaton hat daran nichts geändert, die Gotteslobby der Priester hat gut von dem Humbug gelebt.Jeder Gott einen eigenen Tempel mit zig Priestern. Um 550 v.C. übernahmen die Perser die Herrschaft über Palästina, dann gab es nur noch Baal mit Frauen und Nebengöttern

      Im Amarna Archiv des Echnatom mit 384 Texten gibt es kaum Infos darüber, wohl aber 100 Bittschreiben der regierenden Vasallen in Palästina, deren Orte laufend von Hapiru-Banden (Hebräer) geplündert wurden.

      Daraus ergibt sich, dass die Räuberhaufen der Hebräer nicht in Orten wie Jerusalem wohnten, dort weder Könige, Paläste oder Tempel hatten. Die Hapiru sprachen als Nachfolger der Seevölker gut 1 Dutzend verschiedene Sprache und haben als Analphabeten nichts geschrieben, Althebräisch als Sprache existierte nicht, es wurde um 1000 v.C. von den Phöniziern geklaut

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