Kurienkardinal: Ehenichtigkeitsprozesse künftig rascher

Themenbild
Themenbild
Im Vatikan kommt die Prüfung der Möglichkeiten, Ehenichtigkeitsverfahren zu beschleunigen, zügig voran: Voraussichtlich bis Juni werden die beiden dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse dem Papst vorlegen, hat Kardinal Francesco Coccopalmerio, Präsident des vatikanischen Rates für Gesetzestexte, in Wien gegenüber „Kathpress“ erklärt. „Die Vorschläge werden der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst zur Verfügung stehen.“ Dass dann bereits eine Entscheidung folge, sei „sehr wahrscheinlich und auch notwendig“, so der Kardinal am Rande eines Vortrags über das Kirchenrecht, den er kürzlich im Wiener Theater- und kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Don Juan Archiv hielt.


kathweb

Für ein schnelleres Verfahren sei es etwa möglich, dass künftig nur noch eine Gerichtsinstanz ein Urteil treffen muss, stellte Coccopalmerio in Aussicht. Bislang muss jeder Fall mindestens zwei Instanzen durchlaufen – nämlich Diözesan und Metropolitangericht – und bedarf unter Umständen noch einer dritten Instanz – in der Regel der Rota Romana -, damit zwei gleichlautende Urteile vorliegen. Dass Nichtigkeitsprozesse bald einfacher werden, hat Papst Franziskus bereits mehrmals angekündigt. Die dabei häufige Bezeichnung als „Annullierung“ sei falsch, wie der Kardinal betonte: „Die Kirche kann eine geschlossene Ehe nicht lösen, sondern nur feststellen, dass sie ungültig ist und nie bestanden hat, wenn die Voraussetzungen dafür fehlten.“

Um bei den Voraussetzungen anzusetzen, bezeichnete es der Kurienkardinal als entscheidend, dass parallel auch mehr Augenmerk auf die Ehevorbereitung sowie auch die ständige Begleitung in den ersten Ehejahre gelegt werde; eine Intensivierung auf diesem Gebiet hatte bereits die außerordentliche Bischofssynode vergangenen Herbst gefordert. Coccopalmerio verwies darauf, dass in der konkreten Durchführung neben der Erstellung von Büchern und Unterlagen für die Katechese auch die vermehrte Einbindung von Laien sinnvoll sei: „Ältere Ehepaare können die Jüngeren begleiten.“

Lösung bei Wiederverheirateten „sicher möglich“

Für die im Herbst 2015 angesetzte Bischofssynode wünsche er, dass eine Möglichkeit für den Sakramentenempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gefunden werde, erklärte der Kardinal. Er selbst sei „hoffnungsvoll“, dass hier eine Lösung zustande komme, auch da diese aus Sicht des Kirchenrechtes „sicherlich möglich“ sei. Zum Bewahren von Ruhe mahnte er angesichts der verschiedenen Positionen unter den Synodalen und der schwierigen Konsensfindung. Die Bischofsversammlung sei doch vor allem ein geistiger Prozess: „Wir müssen um den Heiligen Geist beten.“

Die von Papst Franziskus im Umfeld der Synode immer wieder eingeforderte Barmherzigkeit sei kein Gegensatz zur Gerechtigkeit, so der Präsident des Rates für Gesetzestexte: Recht und Barmherzigkeit gehörten zusammen und seien nicht voneinander zu trennen. Barmherzigkeit rechtfertige ein fehlerhaftes Verhalten eines Menschen nicht, ermögliche jedoch, ihn anzunehmen. „Wahre Gerechtigkeit ist Liebe zu jenen, die etwas brauchen – also Barmherzigkeit“, erklärte der Kardinal. Allgemein enthalte jedes Gesetz eine Pflicht gegenüber anderen, welche ein Ausdruck der Liebe sein solle. Coccopalmerio: „Für das Kirchenrecht gilt das besonders.“

weiterlesen

Gröhe, Joost und Schwaetzer in neuer EKD-Synode

Foto: epd-bild/Norbert Neetz /Steffen Schellhorn
Der neuen Synode der Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD) gehören erneut etliche Spitzenpolitiker und bekannte Wissenschaftler an. Neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der SPD-Sozialpolitikerin Kerstin Griese wird auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wieder im Kirchenparlament mitarbeiten, wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte.


evangelisch.de

Neu in der 12. Synode, die vom 1. bis 3. Mai zu ihrer konstituierenden Sitzung in Würzburg zusammenkommt, sind die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, sowie die frühere sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).

Die Synode ist das gesetzgebende Leitungsorgan der EKD. Sie berät auf ihren Tagungen, die gewöhnlich einmal im Jahr stattfinden, neben kirchlichen Angelegenheiten auch gesellschaftliche Schwerpunktthemen. In die Amtszeit der neuen Synodalen, die für sechs Jahre bestimmt worden sind, fällt unter anderem das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Dem Kirchenparlament gehören 120 Mitglieder an. 100 Synodale werden von den 20 Landeskirchen gewählt. Darüber hinaus beruft der Rat der EKD 20 Vertreter aus Politik, wichtigen Gesellschaftsgruppen sowie von Universitäten. Unter anderen gehören der Berliner Historiker Paul Nolte, die Göttinger Dogmatik-Professorin Christine Axt-Piscalar und der Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Matthias Rogg, der Synode an.

Umgang der Medien mit Schülern und Angehörigen in Haltern

Haltern am See: Medien, Hört auf,Kinder für Interviews mit Geld zu bestechen und Haltern vom Trauern abzuhalten!

Zu Beginn ein kleiner Hinweis: Ich selbst bin Schüler am Joseph-König-Gymnasium, kannte beide Lehrerinnen sowie einige der SchülerInnen, die bei dem Flugzeugabsturz am 24. März in Südfrankreich ums Leben kamen. Im Folgenden versuche ich, die Gedanken vieler Schüler sowie der Angehörigen einiger Familien mit eigenen Erfahrungen zusammenzufassen. Weder war ich der allerbeste Freund eines der Opfer noch möchte ich ein Vertreter für alle Schüler sein. Doch das hier ist das, was viele über die fragwürdigen Methoden erfahren mussten, mit denen ich sprach: Egal ob auf Seite der Angehörigen (Eltern / Geschwisterkinder) oder der der Mittrauernden (Schüler / Angereiste aus anderen Städten). Im Prinzip ist das hier schon fast die Nachhut der medienkritischen Beiträge; viele Institutionen veröffentlichten bereits ihre Kritik an der penetranten und pietätlosen Berichterstattung (Etwa der Deutsche Journalisten-Verband oder der BILDblog). Dennoch finde ich wichtig, dass auch aus dem Inneren eine Meinung an die Öffentlichkeit kommt: Liebe Konsumenten von Klatschblättern oder einigen TV-Sendern, suchen sie sich neue Berichterstatter!

Von Mika Baumeister|(Bau)meistergedanke

Liebe Sensations-Journalisten,

haben sie schon einmal auf einen Schlag viele ihrer Freunde, Bekannte oder sogar Verwandte verloren? Nein? Bei der Berichterstattung einiger Medien merkt man das. Und gerade jenen Pressevertretern möchte ich raten, sich einmal zu überlegen, wie sie sich bei dem letzten Todesfall in der Familie gefühlt haben. Was würden sie wohl machen, wenn ihre große Trauer von einem noch größeren Aufgebot von Kameras gefilmt wird?

In den letzten Tagen ist so viel passiert, wurde so viel geredet, gab es so viele Gerüchte. Das alles fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen. Und dieses ist aus Sicht vieler vollkommen widerlich. Ganz abgesehen von der Tat des Co-Piloten, die ich hier vollkommen außen vor lassen möchte (ich war nicht in der Lage, mich ausreichend über neue Untersuchungsergebnisse zu informieren), sowie dem Tod der anderen Passagiere, gibt es hier großen Aufklärungsbedarf für die konsumierende Menge. Denn, in einem Satz zusammengefasst: Die Berichterstattung in Haltern war nicht in Ordnung.

weiterlesen

Auf dem Weg zum erbkrankheitsfreien Kind

Die für die künstliche Befruchtung angewandte intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Bild: Eugene Ermolovich/CC-BY-SA-3.0
Britische Reproduktionsmediziner sind dem Ziel nähergekommen, mittels künstlicher Befruchtung Kinder ohne Risiken für angeborene Krankheiten zu erzeugen. Die Reproduktionsmediziner vom Centre for Reproductive and Genetic Health haben ein neues Verfahren zur Kartierung der Gene (Karyomapping) angewendet, um die Embryonen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter einem Gentest zu unterziehen und jene auszusortieren, bei denen die Gefahr bestand, dass das Kind an der Neuronalen Muskelatrophie erkrankt.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Karyomapping gilt als genaue und zuverlässige Methode, um ein ganzes Genom auf das Risiko zu monogenetischen Erbkrankheiten zu untersuchen. Das sind Erkrankungen, bei denen nur ein Gen einen Defekt aufweist. In dem berichteten Fall wäre das Kind einem hohen Risiko von 50 Prozent ausgesetzt gewesen, an der Neuralen Muskelatrophie zu erkranken, da die 26-jährige Mutter bereits leichte Symptome der Erkrankung zeigte. Für die Mutter war nach eigenem Bekunden das Risiko zu hoch, da bereits ihr Vater daran schwer erkrankt ist und nicht mehr selbständig gehen kann. Und sie wollte auch nicht warten, bis das Kind 16 Wochen alt ist, um es einem Gentest zu unterziehen und es dann womöglich abzutreiben.

weiterlesen

Ethik-Erklärung zur Erforschung sexueller Gewalt verabschiedet

Richtlinien sollen Wissenschaftlern Orientierung in sensiblem Forschungsfeld geben / Wanka: „In der Präventionsforschung viel erreicht“

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sexuelle Gewalt im pädagogischen Umfeld erforschen, steht erstmalig ein Ethik-Kodex zur Verfügung. Die Ethik-Erklärung wurde Ende vergangener Woche in Bonn von den Mitgliedern des Forschungsnetzwerks „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“ verabschiedet. Sie soll Forschern Orientierung in Fragen der ethischen Verantwortbarkeit und rechtlicher Grundlagen ihrer Studien geben und stetig fortentwickelt werden.

Bundesforschungsministerin Wanka begrüßte die Richtlinien: „Seit unserer Arbeit am Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch haben wir in der Präventionsforschung viel erreicht. Es hat sich gezeigt, dass in diesem sensiblen Forschungsbereich ethische Standards unabdingbar sind. Diese zu entwickeln ist dem Forschungsnetz nun in gemeinsamer Anstrengung gelungen.“

Die Aufdeckung gehäufter Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Einrichtungen hat im Jahr 2010 auch ein Wissensdefizit offengelegt, wodurch sexueller Missbrauch in diesem Umfeld begünstigt wird und wie er verhindert werden kann. Deshalb  hat es sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Ziel gesetzt, in Deutschland eine entsprechende Forschungslandschaft aufzubauen. So werden dazu 16 Forschungsvorhaben sowie fünf Juniorprofessuren mit rund 12 Millionen Euro gefördert. Insgesamt wurden im Anschluss an die Arbeit am Runden Tisch gegen sexuellen Missbrauch seit 2011 rund 35 Millionen Euro zur Erforschung von Präventionsmöglichkeiten sexuellen Kindesmissbrauchs zur Verfügung gestellt.

In der Bonner Ethik-Erklärung empfiehlt das Netzwerk, dass Basis aller Forschung der Grundsatz sein müsse, das Wohl und die Rechte des Menschen zu schützen. So heißt es in der Erklärung: „Die Generierung neuen Wissens darf nie über die Rechte und Interessen des Individuums gestellt werden.“ Vor jeder Befragung ist deshalb das Forschungsdesign gründlich zu prüfen. Wie bei bestehenden Richtlinien für die medizinische und psychologische Forschung, an der Menschen beteiligt sind, müssen zudem die Betroffenen über Sinn, Zweck, Ziel und Anlage der Untersuchung aufgeklärt werden. Die Befragten müssen ihre Beteiligung jederzeit zurückziehen können. In diesem Fall sind grundsätzlich alle bis dahin erhobenen Daten zu löschen. Berücksichtigt wird auch der Umstand, dass durch den Forschungsprozess schmerzhafte Erinnerungen ausgelöst werden können. In einem solchen Fall soll Beratung und Begleitung gewährleistet werden, wobei eine reine Übergabe von Listen und Adressen zur professionellen Hilfe nicht ausreichen soll. Für Forschungsvorhaben bedeutet dies zugleich, dass künftig Mittel für eine mögliche Supervision eingeplant werden sollten.

Für die neuen Richtlinien wurden die Ethik-Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und des Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen, der World Medical Association (Deklaration von Helsinki) und Regelungen der Ethikkommissionen medizinischer Fakultäten berücksichtigt.

Mit der Verabschiedung der Bonner Ethik-Erklärung geht auch eine Einladung an die Wissenschaft jenseits der BMBF-Förderlinie einher, an der Weiterentwicklung ethischer Standards in der Forschung mitzuwirken. Neben der Forschungsförderung zum Thema   „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“ werden auch Forschungsvorhaben im Bereich Gesundheit gefördert. Hier wurde ein Forschungsnetzwerk „Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt in Kindheit und Jugend“ aufgebaut.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/25426.php
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4543.php

Dantschke: Früher war ich gegen Religionsunterricht

Bild: dtj-online.de
Die Extremismus-Expertin Claudia Dantschke referierte in Berlin bei der Stiftung für Dialog und Bildung. Nach ihrem Vortrag wird klar: Das Extremismus-Problem betrifft nicht nur die Muslime, bei der Gegenwehr müssen alle anpacken.


Von İsmail Kul|Deutsch Türkisches Journal

Die jüngste Syrien-Ausreisende stammt aus Bayern. Sie heißt Elif, ist 16 Jahre alt und in München aufgewachsen. Sie lebte weltlich, trug ein Zungen-Piercing, die Eltern waren nicht religiös. Doch jetzt ist sie wahrscheinlich in Syrien. Vater Atila sucht verzweifelt nach seiner Tochter.

Wie kommt es, dass ein in Bayern aufgewachsenes Mädchen sich für Salafisten begeistert, ins Kriegsgebiet nach Syrien ausreist? Hat uns der Geschichtsunterricht in der Schule die Gräuel des Krieges nicht genügend nahegebracht? Wenn Elif in einer streng religiösen Familie aufgewachsen wäre, hätten die Leitmedien ihren Schritt als Konsequenz ihrer religiösen Erziehung interpretiert. Warum aber geraten gerade „moderne“ junge Mädchen in die Fänge der Salafisten?

Für Claudia Dantschke, Extremismus-Expertin vom Zentrum für Demokratische Kultur in Berlin, sind diese Fälle nichts Ungewöhnliches. Sie hat bei der Stiftung für Dialog und Bildung in Berlin genau zu diesem Thema referiert. Vor einem kleinen Hörer-Kreis beleuchtete sie die Salafisten-Szene in Deutschland.

weiterlesen

„Luther regiert“ – Gottesstaat Deutschland

merkel_ratze

Fast alle CDU-Spitzenpolitiker sind Protestanten. Entsprechend finden sich Gemeinsamkeiten zwischen der Unionspolitik und dem Ablauf einer EKD-Synode, stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fest.


pro Medienmagazin

Bundesinnenminister Thomas de Maizière gehört zum Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Gesunheitsminister Hermann Gröhe ist Mitglied der EKD-Synode. Bundeskanzlerin Angela Merkel stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus, und auch ihre Kollegen Volker Kauder, Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble haben protestantische Wurzeln. Der einzige katholische CDU-Minister ist derzeit Kanzleramtschef Peter Altmaier.

„Luther regiert“ schreibt deswegen der Journalist Markus Wehner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und versucht zu deuten, woran das liegt. So erklärt der Autor, der Protestantismus passe besser in die säkularisierte Gesellschaft: „Er ist moderner und individualistischer, offener und unbestimmter als das Katholische.“ Während der Katholizismus klare moralische Forderungen stelle, gehe es im Protestantismus mehr um die Beziehung des Einzelnen zu Gott.

weiterlesen

Ein winkender Nanoroboter aus DNA

DNA ist ein gut geeigneter Baustein für Nanoroboter und -maschinen. © C. Hohmann / NIM
Ein Roboter mit beweglichen Armen, ein Buch, das sich öffnet und schließt und ein schaltbares Zahnrad – auf den ersten Blick scheint dies nichts Besonderes. Doch diese Objekte sind winzig klein und bestehen aus DNA. Mit Hilfe einer neuen Methode haben deutsche Forscher diese auf neue Weise flexiblen Nanoroboter konstruiert – und bereiten so den Weg für anwendbare Nanomaschinen mit beweglichen Teilen.


scinexx

Der Trend in der Nanotechnologie geht hin zu Bauteilen, die sich selbstorganisiert zusammensetzen und die sich zudem durch möglichst einfach steuern lassen. Neben Minimotoren oder sogar einem Nano-Düsenantrieb aus Metall nutzen Forscher dabei vor allem Biomoleküle wie die DNA als Baumaterial. Denn ihre fast schon automatische Paarung komplementärer Basenbausteine sorgt von allein dafür, dass sich die Erbgutstränge miteinander verbinden.

Neue „Klebstoff“ macht Nanomaschinen beweglicher

Allerdings: „Wenn man mit DNA-Basenpaaren baut, erhält man stabile Bindungen, die aber schwer wieder zu lösen sind“, erklärt Hendrik Dietz von der TU München. „Bisher musste man deshalb dynamische, also bewegliche Strukturen sehr einfach gestalten, um mit möglichst wenig Basenpaaren auszukommen.“ Dietz und sein Team haben nun jedoch einen neuen DNA-„Klebstoff“ gefunden, der komplexere und beweglichere Nanomaschinen möglich macht.

weiterlesen

Protestantischer Preußenprinz entschuldigt sich für Völkermord an Armeniern

Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers in Döttingen: Philip Kiril Prinz von Preußen ist evangelischer Pfarrer und Vater von sechs Kindern. Foto: Ufuk Arslan
Mit einem ökumenischen Bußgottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist am Sonntagabend des Völkermords an den Armeniern gedacht worden. Bei dem Genozid an der christlichen Minderheit in der Türkei waren im Jahr 1915 bis zu eineinhalb Millionen Armenier, Chaldäer und Assyrer ums Leben gekommen. Den Gottesdienst feierten der armenisch-orthodoxe Erzbischof Karekin Bekdjian und der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen, mit mehreren hundert Christen aus Berlin und Brandenburg.


kathweb

„Seit dem Flugzeugabsturz vom 24. März wird uns grauenvoll vor Augen geführt, wozu ein einzelner Mensch fähig ist, sofern er sich nicht von tiefstem Herzen an Jesus Christus bindet“, sagte von Preußen in seiner Predigt. Der Mensch, der sich nicht von Gottes Hand helfen lasse, sei zu den schlimmsten Dingen fähig, „sei er Copilot, Krankenpfleger, Beamter oder Reichskanzler“.

Zwischen 1915 und 1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Armenier ermordet. Historiker sprechen vom „ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts“. Das Deutsche Kaiserreich war im Ersten Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet und wusste auch über die Massaker und Vertreibungen Bescheid, ohne dagegen einzuschreiten.

weiterlesen

Biohacking mit Chlorin e6

Chlorin e6, Bild: omlc.org
Dank der Substanz Chlorin e6 konnten Versuchspersonen ihre Nachtsicht drastisch verbessern


derStandard.at

Die chemische Substanz Chlorin e6 (Ce6) kommt in der Natur bei Tiefseefischen vor und wird in der Medizin eingesetzt, um Sehschwächen und Nachtblindheit zu verbessern. Ein Kollektiv an Biohackern namens „Science for the Masses“ stellte sich daher die Frage, was passiert, wenn Menschen ohne Sehschwächen mit Ce6 behandelt werden. Sie vermuteten, dass gesunde Versuchspersonen durch die Substanz sogar erweiterte Fähigkeiten erhalten würden – was den Zielen des Biohackings entspricht.

Schwarze Kontaktlinsen als Schutz

Als Versuchsperson stellte der Forscher Gabriel Licina zur Verfügung, der Ce6 in seine Pupillen injiziert bekam. „Ich sah kurz grün-schwarz verschwommen, aber dann wurde die Substanz von meinen Augen aufgenommen“, so Licina zu ScienceMic. Anschließend musste er schwarze Kontaktlinsen tragen, da er durch das Mittel Helligkeit übermäßig wahrnahm. Nach einer Stunde sollte die Wirkung beginnen.

weiterlesen

Amnesty wirft Hamas Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vor

Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB
Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft bewaffneten Palästinensergruppen wie der Hamas Kriegsverbrechen im jüngsten Gaza-Krieg vor. In dem 50-tägigen Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas im Juli und August 2014 seien Tausende Raketen und Granaten auf Wohngebiete in Israel abgefeuert worden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.


derStandard.at

Dabei seien insgesamt sechs Zivilisten in Israel getötet worden, unter ihnen ein Vierjähriger. Auch auf palästinensischer Seite habe es durch den wahllosen Beschuss mit Raketen und Granatwerfern durch bewaffnete Gruppen zivile Opfer gegeben.

In einem Bericht aus dem Dezember hatte Amnesty auch Israel mögliche Kriegsverbrechen in den letzten Tagen des Gaza-Kriegs vorgeworfen. Der Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty, Philip Luther, betonte, die Tatsache, dass auch von palästinensischer Seite Kriegsverbrechen verübt worden seien, entbinde Israel nicht von den Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts.

weiterlesen

Slavoj Žižek „Blasphemische Gedanken“

Der gebürtige Slowene Slavoj Žižek vor der Frankfurter Skyline (Archivbild).
Slavoj Žižek sorgt mit seinem neuen Buch erneut bewusst für Verwirrung. „Blasphemische Gedanken“ heißt es, aber schon der Titel stimmt und stimmt doch nicht.


Von Arno Widmann|Frankfurter Rundschau

Der Titel stimmt und stimmt nicht. „Blasphemische Gedanken“ mögen es in den Augen der Gläubigen sein. Der gläubigen Muslime und derer, die an die Werte des Westens glauben.

Für Slavoj Žižek sind es einfach Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, wenn er etwa an den Schleier und das Schleierverbot denkt. Es sind Gedanken. Keine Argumentation. Žižek stellt sich nicht vor seine Leser und erklärt ihnen etwas. Er setzt sich hin und schreibt. Dabei fallen ihm Dinge ein, Lesefrüchte, Erinnerungen fliegen ihm zu. Wir Leser sind dabei. Wir kommen mit seinem Tempo nicht mit. Wir stolpern, finden übertrieben, was er da tut, lachen über unsinnig Erscheinendes und werden dann wieder gepackt von einer Assoziation. Wer etwas beigebracht bekommen möchte, der ist falsch bei Žižek. Wer dabei sein möchte, wie einer in Stemmschwüngen denkt, der hat seinen Spaß an dem slowenischen Philosophen.

weiterlesen

Dhaka: Erneut Blogger in Bangladesch brutal ermordet

We-Want-Islam

In Bangladesch ist ein 27-jähriger Blogger ermordet worden. Er wurde in der Hauptstadt Dhaka nach Angaben der örtlichen Polizei mit großen Messern zerstückelt. Erst kürzlich war ein Kollege von ihm ermordet worden.


SpON

Einen Monat nach der Ermordung des prominenten atheistischen Bloggers Avijit Roy ist in Bangladesch ein Kollege von ihm getötet worden. Der 27-jährige Washiqur Rahman sei am Morgen in der Hauptstadt Dhaka „mit großen Messern brutal zerstückelt worden“, sagte der örtliche Polizeichef Wahidul Islam der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach ereignete sich der Mord im Bezirk Begunbari wenige hundert Meter vom Haus des Mannes entfernt. Unmittelbar danach seien zwei Verdächtige festgenommen worden, die versucht hätten zu flüchten.

weiterlesen

Gladbeck: Muezzin bedroht nicht die christlich-abendländische Kultur

muezzinrufIn Gladbeck (bei Essen) wird ab dem 20. April einmal täglich vom Minarett einer Moschee der Gebetsruf eines Muezzin zu hören sein


kath.net

Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) teilte dies in einer Pressekonferenz mit dem Vereinsvorsitzenden der Moschee, Nadir Kahraman, mit. Sie gehört zum Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die beiden großen Kirchen wurden vorab nicht darüber informiert, sondern erfuhren es aus den Lokalmedien. Dieses Vorgehen stößt beim Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck – Bottrop – Dorsten, Dietmar Chudaska (Gladbeck), zwar auf Kritik. Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, begrüßt er aber die städtische Entscheidung, da jeder das Recht auf freie Religionsausübung habe. Chudaska: „Wir leben in einem Rechtsstaat, und die Stadt hat formal korrekt nach einem Prüfverfahren die Genehmigung erteilt. Ich hätte mich aber gefreut, wenn vor dem Ratsbeschluss eine öffentliche Debatte geführt worden wäre. Das ist eine vertane Chance, um diese Debatte zu versachlichen.“

weiterlesen

„La Rose et le Réséda“

Louis Aragon, Bild: wikimedia.org/PD
Dabei hätte doch alles so einfach sein können: Ein Religionsunterricht auf der einen Seite, ein Moralkurs auf der anderen, und jeder wäre nach seiner Fasson selig geworden. Doch die Regierung hat sich in ihrem Koalitionsabkommen auf einen gemeinsamen Werteunterricht geeinigt.


Von Marc Thill|Luxemburger Wort

Wer weiß, vielleicht ist dies auch die bessere Idee. Denn das Aufteilen der Schüler in zwei Lager, auf der einen Seite die mit Religion, auf der anderen die ohne, ist vor allem im jungen Schulalter eine doch sonderbare Lösung. Man zeigt damit den Kindern sehr früh, dass es die einen und die anderen gibt, man differenziert also ganz bewusst, obwohl man sich insgeheim mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft wünscht.

Mit dem gemeinsamen Werteunterricht – wobei die Betonung auf gemeinsam liegt – werden die Kinder zunächst einmal lernen, was uns in einer multikulturellen Gesellschaft eint und nicht was uns entzweit. Das ist richtig und auch gut so.

Die Regierung hat Anfang des Jahres ein Abkommen mit den Glaubensgemeinschaften abgeschlossen und auch bereits die Ausarbeitung des neuen Schulfachs „Leben und Gesellschaft“ in Angriff genommen.

Da sich nun ansatzweise abzeichnet, wie dieser gemeinsame Werteunterricht abgehalten werden soll, beginnt es aber ganz plötzlich zu haken. Warum nur? Zu wenig Philosophie und vor allem zu viel Religion, bemängeln laizistische Vereinigungen. Sie sprechen von Kuhhandel und Etikettenschwindel.

weiterlesen

Kardinal vergleicht Homosexuelle mit Mördern, die nur nett tun

Raymond Leo Kardinal Burke , Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
In einem Interview vergleicht Kardinal Raymond Burke gläubige Homosexuelle mit Mördern, die nett tun, um die anderen Gläubigen hinters Licht zu führen. Und so die Todsünde hoffähig machen.


Von Dr. David Berger|Huffington Post

Der US-amerikanische Cardinal Raymond Burke gilt derzeit als die große Hoffnungsfigur der extrem konservativen und traditionalistischen Katholiken weltweit. Bezüglich moralischer und auch liturgischer Fragen ist er der entscheidende Gegenspieler von Papst Franziskus. Vergangenen November wurde der Kardinal daher wohl vom Papst zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt und so von Rom weg-befördert.

Sein neuer Job in dem kleinen europäischen Staat hat ihn jedoch nicht zum Schweigen gebracht, sondern führt dazu, dass er jetzt seine teilweise menschenverachtenden Thesen umso offener und radikaler ausspricht.

Homosexuelle tolerieren? Auf keinen Fall!

In einem Interview mit der konservativen Internetseite LifeSiteNews hat er sich nun zu den Versuchen, die kirchliche Sexualmoral zu modernisieren, geäußert. Auf die Frage des Journalisten, ob man nicht Homosexuelle, die als gläubige Katholiken und gute Christen leben, akzeptieren könne, antwortete Burke:

weiterlesen

Theorie der starken Wechselwirkung bestätigt

Nur weil das Neutron ein ganz klein wenig schwerer ist als das Proton, haben Atomkerne genau die Eigenschaften, die unsere Welt und letztlich unsere Existenz ermöglichen. © Bergische Universität Wuppertal
Entscheidender Unterschied: Wäre das Proton nicht ein wenig schwerer als das Neutron, würde unser Universum völlig anders aussehen. Wie diese winzige Massendifferenz zustande kommt, haben Forscher nun erstmals genau berechnet. Das Ergebnis bestätigt die Theorie der starken Wechselwirkung und zeigt, wie fein abgestimmt unser Universum bis in seine kleinsten Bausteine ist, so die Physiker im Fachmagazin „Science“.


scinexx

Die Existenz und Stabilität von Atomen hängt ganz entscheidend davon ab, dass Neutronen etwas schwerer sind als Protonen. Die experimentell ermittelten Massen unterscheiden sich nur um etwa 1,4 Promille. Würde die Differenz nur ein wenig davon abweichen, so ergäbe sich ein völlig anderes Universum mit zu vielen Neutronen, zu wenig Wasserstoff oder einem Mangel an schweren Elementen.

Quark-Bewegungen und Ladungseffekte

Der Grund für die winzigen Unterschiede liegt in den Quarks, den Bausteinen der Protonen und Neutronen: Protonen bestehen aus zwei sogenannten Up-Quarks und einem Down-Quark, während Neutronen nur ein Up-Quark, dafür aber zwei Down-Quarks enthalten. Vor allem die Bewegung dieser Quarks sorgt gemäß Einsteins Formel E=mc2 für verschiedene Massen. Unklar war aber bisher, inwieweit dieser winzige Unterschied durch Wechselwirkungen mit der Ladung des Protons wieder ausgeglichen wird.

weiterlesen

«Pille danach»: Rasantes Ansteigen des Verkaufs nach Rezeptfreigabe

pille_danachDer Hersteller HRA Pharma sieht laut Branchendienst in Deutschland ein hohes Wachstumspotenzial von bis zu 2,4 Millionen Packungen pro Jahr. Davon sei man mit zuletzt 400.000 Packungen im Jahr noch sehr weit entfernt, so HRA-Deutschlandchef Czort.


kath.net

Nach der Entlassung aus der Rezeptpflicht verzeichnet der Verkauf der «Pille danach» ein rasantes Wachstum. Wie der Branchendienst «Apotheke adhoc» am Samstag in Berlin unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen IMS Health berichtete, wurden allein in den ersten zwei Wochen fast ein Drittel mehr Packungen als im Vorjahreszeitraum abgegeben.

Demnach wurden in der 12. Kalenderwoche 13.500 Packungen der «Pille danach» in den Apotheken verkauft. Hochgerechnet auf den ganzen Monat entspricht das 54.000 Packungen.

weiterlesen

Dodo Laun wünscht „bessere Gesprächskultur“

weihbischof-andreas-laun

Gegen Kritik an seiner Person hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (72) in einem Interview mit der Tageszeitung „Kurier“ (Sonntag) gewandt. Er vermisse die gute Gesprächskultur, wenn er den Eindruck habe, oft nur deshalb gefragt zu werden, „weil man Streit sucht“, erklärte Laun, der vor 20 Jahren zum Bischof geweiht wurde. Auch bei den polarisierenden Themen vertrete er statt seiner Privatmeinung „das, was die Kirche sagt. Und die Kirche ist nicht politisch korrekt“, so Laun.


kathweb

Viele würden eine „katholische Antwort“ nicht hören wollen, doch betrachte er es als „Sünde“, würde er zu manchen Zeitströmungen schweigen, betonte Laun. Er verwies hier etwa auf die „Sexualisierung von Kindern in den Schulen“ sowie auf die Abtreibung, die „für die Kirche Mord, in der EU ein Menschenrecht“ sei. Er selbst wäre heute „wahrscheinlich abgetrieben“ worden, bemerkte der Bischof – „weil ich mit einer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren bin“.

weiterlesen

Bananenrepublik Bavaria

bayern_fahne

Ein Bericht des Rechnungshofes von 2013 zeigt das subtile Zusammenspiel zwischen dem Finanzminister und einem damals noch einflussreichen CSU-Abgeordneten: Bei der Verlagerung zweier Behörden von München an die Donau wurden alle Regeln des Haushaltsrechts grob missachtet.


Von Stefan Mayr|Süddeutsche.de

Auf den ersten Blick klingt alles wunderbar. 57 Arbeitsplätze will der Freistaat Bayern von München nach Höchstädt an der Donau verlagern. Die Bewertungsstellen der Finanzämter München-Stadt und München-Land sollen künftig in der schwäbische Kleinstadt untergebracht werden. Hierfür hat der Freistaat ein Gebäude des ehemaligen Krankenhauses für exakt zwei Euro erworben. Dieses soll für etwa 18 Millionen Euro saniert werden – und hier beginnt der große Ärger. Der Oberste Rechnungshof (ORH) hat den Kauf der Immobilie geprüft und eine umfassende Liste an Beschwerden zusammengetragen. Der Süddeutschen Zeitung liegt der Prüfbericht des ORH vor – er fällt vernichtend aus: „Die Planungen gehen am tatsächlichen Bedarf vorbei“, stellt der ORH fest, das Finanzministerium habe „die haushaltsrechtlichen Vorgaben ignoriert.“

Der ORH hat seinen Prüfbericht dem Finanzministerium bereits Ende 2013 vorgelegt – mit der Bitte um Stellungnahme. Heute sind 15 Monate vergangen, doch Söders Haus hat bis heute noch nicht geantwortet. Warum? Finanzminister Markus Söder (CSU) will sich auf Anfrage der SZ jedenfalls nicht zu diesem Thema äußern.

weiterlesen