Dementenwohngruppen als Alternative zum Pflegeheim


Foto: Georg Eichinger / WG-Qualitaet.de /heise.de
Wer demente Familienagehörige pflegt, lebt mit dem steigenden Risiko, über kurz oder lang selbst zum Pflegefall zu werden. Selbst hohe Belastbarkeit und ein stabiles Nervenkostüm halten der Beanspruchung durch den kranken Familienangehörigen auf Dauer nicht stand.


Von Christoph Jehle|TELEPOLIS

Kommt dann zur psychischen Beeinträchtigung noch ein körperliches Handicap (wie etwa eine Oberschenkelhalsfraktur) dazu, lässt sich eine 24/7-Rundumbetreuung praktisch nicht mehr vermeiden. Für die Angehörigen ist dies jedoch jenseits von Mehrgenerationen-Großfamilien auf dem Lande heute nicht mehr zu leisten. Auch wenn der Verbleib in der gewohnten Umgebung wünschenswert ist, so ist dies in der Regel auf die Dauer nicht zu realisieren.

Meist wird in solchen Fällen (und leider vielfach erst dann, wenn sich die Überforderung der Angehörigen – auch für Dritte erkennbar – manifestiert hat) eine Übersiedlung in ein Pflegeheim erwogen. Dort hofft man, dass die Angehörigen von qualifizierten Kräften gepflegt werden – nur um später oft feststellen zu müssen, dass auch die Fachkräfte in den Pflegeheimen mit der Betreuung Dementer durchaus ihre Probleme haben.

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