Umgang der Medien mit Schülern und Angehörigen in Haltern


Haltern am See: Medien, Hört auf,Kinder für Interviews mit Geld zu bestechen und Haltern vom Trauern abzuhalten!

Zu Beginn ein kleiner Hinweis: Ich selbst bin Schüler am Joseph-König-Gymnasium, kannte beide Lehrerinnen sowie einige der SchülerInnen, die bei dem Flugzeugabsturz am 24. März in Südfrankreich ums Leben kamen. Im Folgenden versuche ich, die Gedanken vieler Schüler sowie der Angehörigen einiger Familien mit eigenen Erfahrungen zusammenzufassen. Weder war ich der allerbeste Freund eines der Opfer noch möchte ich ein Vertreter für alle Schüler sein. Doch das hier ist das, was viele über die fragwürdigen Methoden erfahren mussten, mit denen ich sprach: Egal ob auf Seite der Angehörigen (Eltern / Geschwisterkinder) oder der der Mittrauernden (Schüler / Angereiste aus anderen Städten). Im Prinzip ist das hier schon fast die Nachhut der medienkritischen Beiträge; viele Institutionen veröffentlichten bereits ihre Kritik an der penetranten und pietätlosen Berichterstattung (Etwa der Deutsche Journalisten-Verband oder der BILDblog). Dennoch finde ich wichtig, dass auch aus dem Inneren eine Meinung an die Öffentlichkeit kommt: Liebe Konsumenten von Klatschblättern oder einigen TV-Sendern, suchen sie sich neue Berichterstatter!

Von Mika Baumeister|(Bau)meistergedanke

Liebe Sensations-Journalisten,

haben sie schon einmal auf einen Schlag viele ihrer Freunde, Bekannte oder sogar Verwandte verloren? Nein? Bei der Berichterstattung einiger Medien merkt man das. Und gerade jenen Pressevertretern möchte ich raten, sich einmal zu überlegen, wie sie sich bei dem letzten Todesfall in der Familie gefühlt haben. Was würden sie wohl machen, wenn ihre große Trauer von einem noch größeren Aufgebot von Kameras gefilmt wird?

In den letzten Tagen ist so viel passiert, wurde so viel geredet, gab es so viele Gerüchte. Das alles fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen. Und dieses ist aus Sicht vieler vollkommen widerlich. Ganz abgesehen von der Tat des Co-Piloten, die ich hier vollkommen außen vor lassen möchte (ich war nicht in der Lage, mich ausreichend über neue Untersuchungsergebnisse zu informieren), sowie dem Tod der anderen Passagiere, gibt es hier großen Aufklärungsbedarf für die konsumierende Menge. Denn, in einem Satz zusammengefasst: Die Berichterstattung in Haltern war nicht in Ordnung.

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